Pflege: Schaunig: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen

Kärntner SPÖ-Chefin fordert Gute Versorgung im Nahbereich der Menschen

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Kärntner SPÖ-Chefin, LHStv. Gaby Schaunig, auch Sozialreferentin des Landes Kärnten und damit für die Pflege in Kärnten zuständig nimmt am Donnerstag im Rahmen des ORF-Sommergespräches auch zur aktuellen Pflegedebatte in Österreich Stellung. "Ziel optimaler Pflege muss es sein, den Menschen nicht aus seiner gewohnten Umgebung zu reisen und ihn in den Mittelpunkt zu stellen", bringt es Schaunig auf den Punkt. Deshalb baue Kärnten seit Jahren Pflegeheime in kleinen dezentralen Einheiten. "Wir siedeln die Pflege dort an, wo die Menschen wohnen, weil wir sie nicht entwurzeln wollen." Es brauche außerdem gute mobile soziale Dienste, um die Betreuung zu Hause zu unterstützen, damit die Menschen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung leben können", erklärt Schaunig.

Ein weiterer wesentlicher Punkt in der Pflegepolitik sei die Entlastung pflegender Angehöriger. "Eine Pflegecharta soll Vertrauen aufbauen und Betroffenen und Angehörigen Sicherheit bieten, dass hier mit höchster Qualität betreut wird", sagt Schaunig. Die Kärntner Sozialreferentin verweist auf eine Vielzahl von Initiativen, die in Kärnten bereits gesetzt wurden: " Wir haben kleine, dezentrale Pflegeheime in Einbindung der Bevölkerung vor Ort geschaffen, damit Pflege möglichst nahe am gewohnten zu Hause möglich ist", sagt Schaunig. Auch der Ausbau der Hauskrankenpflege und mobilen Dienste wurde unter der Verantwortung Schaunigs flächendeckend in ganz Kärnten realisiert. "Mir war es auch wichtig, dass pflegende Angehörige auch Urlaub von der Pflege machen können. Das stärkt die Pflegequalität und die Zufriedenheit der Pflegenden. "Das Land übernimmt die Kosten für Urlaubs- und Kurzzeitpflege in einem Pflegeheim für einen Monat", sagt Schaunig.

Eine wichtige Maßnahme sieht Schaunig in der Erhöhung des Landespflegegeldes ab 1.10.2006. "Wir werden das Pflegegeld um 15% erhöhen", zeigt sich Schaunig stolz. Außerdem übernimmt das Land Kärnten 50% der Kosten für eine begünstigte Weiterversicherung für pflegende Angehörige. "Außerdem haben wir fachliche Unterstützungsangebote in ganz Kärnten geschaffen: Die Vortragsreihe "Pflege für zu Hause von Profis lernen", sowie Pflegestammtische", zählt Schaunig Angebote des Landes auf. Derzeit sei außerdem eine Tagesbegleitung für Ganztagesbetreuungen unter Einbindung der Hauskrankenpflegeanbieter im Aufbau, hat Schaunig auf aktuelle Erfordernisse in der Pflege rasch reagiert. "Lösungen im Sozialbereich müssen immer menschlich sein und sich an den Bedürfnissen Betroffener orientieren", sagt Schaunig.

Auch als Arbeitsmarktturbo hat der Ausbau des Pflegeangebotes in Kärnten einen zusätzlichen Effekt. "Allein 2005 sind 500 neue Arbeitsplätze in ganz Kärnten, in Regionen in denen Betriebsansiedelungen sonst schwierig sind, geschaffen worden", ist Schaunig stolz auf ihre Sozialpolitik und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

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