FORMAT: ÖVP will auch Kapitalgesellschaften bei KÖSt optieren lassen

Änderung für alle Unternehmen, Selbständige und Freiberufler geplant.

Wien (OTS) - Die ÖVP will auch Kapitalgesellschaften wieder die Möglichkeit geben, den Progressionssteuersatz der Einkommenssteuer zu zahlen. Sie sollen dann wählen können, ob sie ihre Körperschaftssteuer mit der 25prozentigen Flat-tax oder dem Progressionssteuersatz berechnen. Das sagt Finanzsprecher Günter Stummvoll in der aktuellen Ausgabe von FORMAT.

"Wir wollen eine rechtsformneutrale Besteuerung einführen", so Stummvoll. Die 25prozentige Flat-tax soll dabei auf alle Personengesellschaften, Selbständige und Freiberufler ausgedehnt werden. Freie Dienstnehmer werden nach dem Plan der ÖVP keine Optionsmöglichkeit haben. Sie müssen weiterhin zum Einkommenssteuersatz versteuern. Umgekehrt sollen auch die Kapitalgesellschaften, die seit Anfang 2005 zur Flat-tax von 25 Prozent versteuern, die Wahlmöglichkeit bekommen. "Das wird sich allerdings nur für kleine Aktiengesellschaften und Ges.m.b.H.s auszahlen", so Stummvoll.

Diese Reform werde nicht aufkommensneutral sein, sondern etwa 200 Millionen Euro pro Jahr kosten.

Die Wahlmöglichkeit soll nicht jedes Jahr bestehen. "Man kann nicht von Jahr zu Jahr hüpfen", sagt Stummvoll. Wie lange sich ein Unternehmen binden wird müssen, sei aber noch nicht klar.

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