Sozialministerin Haubner präsentiert Plattform für pflegende Angehörige

Pflegeombudsmann Werner Vogt als Ansprechpartner

Wien 2006-08-24 (BMSG/OTS) - Sozialministerin Ursula Haubner
stellte heute in einer Pressekonferenz die neue Plattform des Sozialministeriums www.pflegedaheim.at vor. "Mit diesem neuen, zusätzlichen Angebot an verstärkter Information nehmen wir die Sorgen und Nöte der pflegenden Angehörigen ernst und geben den pflegenden Angehörigen eine Stimme und eine Plattform, die eine wichtige Hilfestellung, gerade im Bereich des täglichen Lebens, bietet. Besonders freut mich, dass sich Pflegeombudsmann Dr. Werner Vogt bereit erklärt hat, ab 30. August jeden Mittwoch von 10:00 - 12:00 Uhr am Pflegetelefon des Sozialministeriums speziell für Fragen von pflegenden Angehörigen zur Verfügung zu stehen. ( 0800 20 16 22 -kostenlos aus ganz Österreich)", so Haubner.

"Pflege ist eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Gerade deshalb dürfen wir das Thema nicht undifferenziert abhandeln, sondern müssen es von mehreren Seiten beleuchten. Es gibt verschiedene Maßnahmen zur langfristigen und nachhaltigen Absicherung der Pflege Daheim. Ich habe bereits im November 2005 ein Expertengremium für die Weiterntwicklung der Pflegevorsorge ins Leben gerufen und die heute präsentierte Informationsplattform ist die erste konkrete Umsetzung der Forderungen dieses Arbeitskreises. Die Seite bietet neben den Fragestellungen rund um das Pflegegeld auch alle Links zu den Serviceeinrichtungen des Ministeriums, sowie erstmalig ein interaktives Forum, auf dem sich die pflegenden Angehörigen austauschen können", erklärte Haubner anlässlich der Präsentation.

Besonders in die Pflicht nahm die Sozialministerin heute die Länder:
Es gibt seit 1994, also seit 12 Jahren, Entwicklungspläne zur Pflegevorsorge mit den Bundesländern, wobei diese sich zum Aufbau eines dezentralen und flächendeckenden Angebotes an mobiler, stationärer und teilstationärer Pflege verpflichtet haben. "Diese Aufgabe haben sie bis jetzt nicht in dem erforderlichen Ausmaß erfüllt und daher fordere ich in Übereinstimmung mit dem Expertenarbeitskreis einen Gesamtösterreichischen Entwicklungsplan für die Pflege", so Haubner

Staatssekretär Sigisbert Dolinschek erklärte, wie wichtig die Frage der Ausbildung sei und dass man sich sowohl eine Lehre, wie auch eine verstärkte Einbeziehung und Aufwertung des "Freiwilligen Sozialdienstjahres" überlegen muss. Ebenso wies er auf die Notwendigkeit einer kurzfristigen Lösungen des Problems der illegalen Pflege durch ein "Au Pair Modell" hin.

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BMSG - Bundesministerin Ursula Haubner
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