Blecha zu Pflege: Legalisieren was sein soll, heißt nicht, legalisieren was ist

Pflege-Enquete nach der Wahl

Wien (SK) - Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha tritt für die Legalisierung statt einer Kriminalisierung der ausländischen Pflegekräfte unter Berücksichtigung österreichischer arbeits- und sozialrechtlicher Bestimmungen ein. "Denn", so Blecha, "legalisieren was sein soll, heißt nicht, legalisieren was ist. Eine menschliche und leistbare Betreuung pflegebedürftiger Personen muss ein Grundrecht in einer solidarischen Gesellschaft sein", erklärte Blecha am Rande der Technologie-Gespräche in Alpbach. Er forderte einmal mehr eine "Indexierung des Pflegegeldes" und erteilte einer verpflichtenden privaten Risikoversicherung eine klare Absage. ****

Der Österreichische Seniorenrat hat bereits im Frühjahr eine Pflege-Enquete für die Zeit nach der Wahl beschlossen. "Das Thema ist zu heikel und zu wichtig, Husch-Pfusch-Schnellschüsse während eines Wahlkampfes führen zu nichts", so Blecha. Bei dieser Enquete sollen alle Beteiligten zur Lösung des Pflegenotstands beitragen - die Vertreter der pflegebedürftigen Menschen, Bund, Länder und Gemeinden, der ÖGB, Sozialorganisationen und auch die Anbieter der ausländischen Hilfs- und Pflegekräfte.

Der Pensionistenverband Österreichs hat bereits bei einer Experten-Pflege-Fachtagung im Mai sein Programm für eine menschliche und leistbare Pflege vorgestellt:

* Das Pflegegeld muss - wie die Pensionen - jährlich in Höhe des Preis-Index für Pensionisten erhöht werden

* Legalisierung statt Kriminalisierung der ausländischen Pflegekräfte unter Berücksichtigung der sehr unterschiedlichen Anspruchsvoraussetzungen und der österreichischen arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen

* Pflege-Enquete nach der Wahl mit allen Beteiligten

* Ja zur öffentlichen Finanzierung von Pflege, Nein zur verpflichtenden privaten Risikofinanzierung

* Flächendeckender Ausbau von mobilen Diensten

* Verstärkte Tagesbetreuung, Nacht- und Wochenendpflege

* Mehr teilstationäre Betreuungseinrichtungen

* "Betreutes Wohnen"

* Unterstützung für pflegende Angehörige (Beratung, sozialrechtliche Absicherung)

* Verstärkte Ausbildung von Pflegepersonal

(Schluss) wf/mp/mm

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