Trafikanten-Sprecher Trinkl: "10 Jahre neues Tabakmonopol - eine positive Bilanz"

"Erfolgsmodell, das sich Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft stellt" - Anzahl der Trafiken, die von Menschen mit Behinderung geführt werden, stetig steigend

Wien (PWK547) - 1996 entstand die neue Grundlage für den Berufsstand der rund 8.000 Tabaktrafikanten, das neue Tabakmonopolgesetz. Angesichts EU-Beitritt, Euro-Einführung, EU-Erweiterung und dem allgemeinen Trend zur Liberalisierung wurde dem Tabakmonopol immer wieder das Ende prophezeit. Dennoch hat es allen rechtlichen Anfechtungen, etwa vor dem Verfassungsgerichtshof und dem Oberstem Gerichtshof und allen politischen Angriffen standgehalten. "Entscheidend ist stets, dass alle Beteiligten - die Industrie, der Großhandel und natürlich auch die Trafikanten - die Spielregeln einhalten", weiß Peter Trinkl, Obmann des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Massive Verstöße, wie sie vor kurzem passiert sind, können das ganze System kippen, und alle Tabaktrafikanten sind am Ende die Leidtragenden."

Das Tabakmonopol erfüllt jedenfalls einen zentralen Zweck und ist so zeitgemäß wie eh und je: Schon 44 Prozent der Tabakfachgeschäfte werden von Menschen mit Behinderung geführt. "Seit 10 Jahren steigt dieser Anteil stetig an, ein weiterer Grund, das Jubiläum des neuen Tabakmonopols zu feiern", freut sich Michael Svoboda, Präsident des Kriegsopfer- und Behindertenverbandes (KOBV).

Während in anderen Ländern die Branche zersplittert ist, eint das österreichische Tabakmonopol den Tabakhandel. Das erleichtert die Bewältigung von Herausforderungen wie etwa den Schmuggel von (gefälschten) Tabakwaren. So besteht seit Kurzem eine Kooperation zwischen dem Bundesgremium der tabaktrafikanten und "Bachler & Partners", einem Consulting-Unternehmen im Bereich Krisen- und Sicherheitsmanagement, das von Ex-Cobra-Chef Wolfgang Bachler geführt wird. "Das Wissen der Trafikanten ist essenziell im Kampf gegen den organisierten Schmuggel. Wir bündeln Wissen und Informationen so, dass die Behörden effektiv handeln können", erklärt Bachler.

Bei der jüngsten Erhebung des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten lag der Anteil der nicht in Österreich versteuerten Zigaretten bei 18 Prozent. Dieser Anteil dürfte - trotz Mindestpreis - seitdem stabil sein, während in Deutschland der Anteil bundesweit zuletzt auf 17,7 Prozent, in den neuen Bundesländern sogar auf 30,8 Prozent gestiegen ist. Bundesgremialobmann und Trafikanten-Branchensprecher Trinkl ist überzeugt, "dass die Talsohle beim Absatz von Tabakwaren in Österreich samt damit verbundenem Umsatzrückgang durchschritten ist." Im vergangenen Jahr betrug der Absatz 13 Milliarden Stück; für 2006 wird hochgerechnet erwartet, dass die Marke von 14 Milliarden Stück erreicht wird.

"Gedankt werden muss im Zusammenhang mit Vorbeugung und Bekämpfung von Schmuggel & Co. den Behörden, namentlich besonders Zoll und Polizei. Unser Dank gilt aber auch den Medien, die uns geholfen haben und es hoffentlich auch weiter tun werden, der Bevölkerung die Problematik samt der Tatsache näher zu bringen, dass Zigarettenschmuggel bzw. Erwerb und Konsum illegaler Waren kein Kavaliersdelikt ist." Wie Erhebungen und die jüngsten Aufgriffen zeigen, gebe es am Schwarzmarkt kaum noch Originalware, sondern überwiegend gefälschte und daher gesundheitlich höchst bedenkliche Tabakwaren, so Trinkl abschließend. (JR)

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BGr der Tabaktrafikanten
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rolf.gleissner@wko.at
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