COMET: Startschuss für ein neues Kompetenzzentren-Programm

Bund stellt dafür 50 bis 60 Millionen Euro jährlich zur Verfügung

Alpbach (BMVIT/MS) - 'COMET - Competence Centers for Excellent Technologies': Unter diesem Titel startet am 1. Oktober 2006 eine Ausschreibung für ein neues Programm zum Auf- und Ausbau von Kompetenzzentren in Österreich. Es baut auf den Erfahrungen aus den auch international als Best-Practice-Modell anerkannten Kompetenzzentren-Programmen Kplus, K_ind und K_net auf und setzt diese um in eine fokussierte Strategie, die die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft auf drei Ziele hin konzentriert:
Bündelung der Ressourcen, internationale Vernetzung und Forcierung von Forschung auf allerhöchstem Niveau. Dafür werden 50 bis 60 Millionen Euro jährlich aus Bundesmitteln zu Verfügung gestellt. Dazu kommen weitere Mittel aus den Bundesländern, die ihre Unterstützung bereits zugesichert haben

"Mit diesem neuen Programm stärken wir Spitzenforschung im industriellen und außeruniversitären Bereich und setzen damit völlig neue Maßstäbe. Das Ziel ist vor allem die noch stärkere internationale Sichtbarkeit und Einbindung internationaler Unternehmen und Wissenschafter", erklärte Forschungsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni, der gemeinsam mit Dr. Henrietta Egerth und Dr. Klaus Pseiner, den Geschäftsführern der Forschungsförderungsgesellschaft FFG, das Programm COMET am Mittwoch in einem Pressegespräch im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche präsentierte. "Zahlreiche österreichische und internationale Top-Forschungs-Unternehmen haben bereits ihr Interesse an den neuen Programmen bekundet", sagte der Staatsekretär.

Ihre Mission, durch verstärkte Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie in Stärkefeldern der österreichischen Forschung Spitzenleistungen voranzutreiben, haben die 1998 gegründeten Kompetenzzentren-Programme erfüllt. Gerade dieser Erfolg ist eine Verpflichtung zu weiter forcierten Anstrengungen: "In den mehr als 40 bisherigen Kompetenzzentren arbeiten heute rund 1.500 Forscherinnen und Forscher. Diese hochwertigen Jobs wollen wir weiter absichern und damit zahlreichen Forscherinnen und Forschern neue Karriere-Chancen bieten", betonte Mainoni. "COMET ist ein deutliches Zeichen an die heimische Forschungscommunity. Die Kompetenzzentren sind ein Meilenstein auf unserem Weg, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis 2010 auf drei Prozent des BIP zu heben."

Landkarte der Stärkefelder

"Dass wir ein neues Programm ins Leben rufen, hat auch damit zu tun, dass wir in einem ganz anderen Umfeld agieren als noch im Jahr 1998", erklärte Egerth. "Sehen wir uns doch um: Die Industrie investiert -auch dank der Impulse der öffentlichen Hand - heute ein Vielfaches von damals in die Forschung. Aber eben nicht nur in Österreich:
Überall erleben wir bei F&E eine große Dynamik." Und dass Österreich heute in der Lage ist, da offensiv mitzuspielen, verdanken wir nicht zuletzt den bisherigen Kompetenzzentren-Programmen. Egerth: "Diese Programme haben ja die Landkarte der Stärkefelder in Österreich überhaupt erst gezeichnet."

"Die Bündelung der Ressourcen ist eine der Lektionen, die wir aus der erfolgreichen Vergangenheit gelernt haben", erklärte Pseiner. "Das beginnt damit, dass wir nun drei Programme in ein einheitliches neues Programmdesign zusammenführen. Das setzt sich aber natürlich auch damit fort, dass wir bewusst Anreize für die einzelnen Akteure setzen, durch verstärkte Kooperation inhaltliche Synergien zu nutzen. Denn diese müssen wir aktivieren, um im verstärkten internationalen Wettbewerb unsere Position zu verbessern."

COMET in drei Programmlinien

Die internationale Vernetzung und die Förderung von Exzellenz in der Zusammenarbeit von Industrie, Universitäten und Forschungseinrichtungen gehört daher neben der Kräftebündelung zu den wesentlichen Zielen des neuen Programms. Umgesetzt werden diese Ziele in drei Programmlinien, die im Anspruchsniveau, in der Höhe der öffentlichen Finanzierungsquote sowie in der Laufzeit gestaffelt sind.

In der Programmlinie der K2-Zentren macht COMET gegenüber den bisherigen Kompetenzzentren-Programmen einen Schritt nach oben: Hier geht es um Forschung in einer Dimension von internationaler Sichtbarkeit. Die Programmlinie will dort das Engagement verstärken, wo schon heute europäische Spitzenpositionen eingenommen werden und künftig internationales Topniveau erreicht werden kann. Dazu sollen auch internationale Unternehmen und Wissenschafter eingebunden werden. Angepeilt wird - über mehrere Ausschreibungen hinweg - eine Zahl von maximal fünf K2-Zentren, die mit einer Laufzeit von zehn Jahren bis zu 60 Prozent öffentliche Finanzierung bekommen können.

In der Programmlinie der K-Projekte öffnet sich das Programm auch in Richtung kleinerer Initiativen auf Projektebene. Dadurch erhöht sich die Flexibilität des Programms, da neue Ideen schneller umgesetzt werden können. Vorstellbar sind etwa 20 K-Projekte, die in einer Laufzeit von drei bis maximal fünf Jahren bis zu 50 Prozent öffentliche Finanzierung bekommen können.

Die Programmlinie K1 schließlich entspricht im Groben den bisherigen Kompetenzzentren, wobei besondere Anreize zur stärkeren Ressourcenbündelung und zur internationalen Einbindung gesetzt werden. In der Programmperspektive sollte es rund 15 solcher Zentren mit Laufzeiten von maximal sieben Jahren geben, in denen die öffentliche Finanzierung bis zu 55 Prozent reichen kann.

COMET ist ein Programm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), die damit an den Erfolg ihrer bisherigen Kompetenzzentrenprogramme anknüpfen. Mit dem Management von COMET ist die FFG betraut. (Schluss)

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BMVIT - Staatssekretär Mag. Eduard Mainoni
Pressesprecher Michael Stangl
Tel.: (01) 711 62-8400 oder (0664) 859 12 74
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