Gesamtlösungspaket für freigesetzte ARA-Mitarbeiter präsentiert

LH Haider/LHStv. Strutz und LR Dörfler: Vielseitige Hilfestellungen ermöglichen Reintegration in den Arbeitsmarkt - Insgesamt Unterstützung um rund 500.000 Euro

Klagenfurt (LPD) - Das Land Kärnten bemüht sich gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) und der Entwicklungsagentur Kärnten (EAK) intensiv, die von der Schließung der ARA-Produktion in Feldkirchen betroffenen 180 MitarbeiterInnen wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Landeshauptmann Jörg Haider, Arbeitsmarktreferent LHStv. Martin Strutz und Landesrat Gerhard Dörfler haben heute, Mittwoch, zusammen mit Franz Zewell vom AMS ein Gesamtpaket in Feldkirchen präsentiert. Der Landeshauptmann sagte, dass man alles tue, um den Betroffenen rasch und wirksam zu helfen. Er zeigte sich auch zuversichtlich, dass schrittweise allen freigesetzten MitarbeiterInnen geholfen werden könne. Durch den Sozialplan habe man den Betroffenen die unmittelbare Existenzangst nehmen können.

50 MitarbeiterInnen würden sechs Firmen im Bezirk St. Veit und Feldkirchen gleich benötigen. Durch Umschulungen und Qualifizierungsmaßnahmen sowie durch Personalaufstockung eines Betriebes mit haushaltsnahen Dienstleistungen in Feldkirchen würden ebenfalls wieder an die fünfzig einen neuen Job finden können. Insbesondere würde ein Klagenfurter Betrieb aus dem Bereich der Medizintechnik (Schautzer Medizintechnik) derzeit über eine Ansiedlung im Firmengelände von ARA verhandeln. Dieser expansionsstarke Betrieb, der unter anderem auch einen NATO-Auftrag erhalten habe, könnte seinen derzeitigen Mitarbeiterstand von 25 auf 50 verdoppeln, so Haider.

Arbeitsmarktreferent Strutz bezifferte das Unterstützungspaket für die ARA-Mitarbeiter mit insgesamt 410.000 Euro. Durch weitere Förderungen bzw. Maßnahmen seitens des AMS könnte es noch auf rund 500.000 Euro aufgestockt werden.Strutz hob im Einzelnen die Eingliederungsbeihilfe in Höhe von rund 205.000 Euro hervor, wodurch Betriebe über sechs Monate eine Förderung erhalten. Weiters werden Qualifizierungsmaßnahmen zur individuellen Förderung, von Berufsorientierung bis hin zu Ausbildungskursen, gewährt. Weiters sagte Strutz, dass noch heuer ein Pflegehelferinnenkurs startet. Nach Möglichkeit könnte auch ein zweiter stattfinden, damit würde die Zahl der Teilnehmer von 25 auf 50 verdoppelt werden. Einige Jobchancen sieht Strutz weiters durch das gemeinnützige Beschäftigungsprojekt im Rahmen der Neuen Arbeit im Bereich "Haushaltsnahe Dienste" gegeben.

Landesrat Dörfler unterstrich das Bemühen im Bezirk und seitens aller Beteiligter, um die Arbeitslosen wieder im Bezirk unterbringen zu können. Die Stimmung unter den Arbeitslosen habe sich jedenfalls geändert, nach dem Schock gebe es wieder Aufbruchstimmung. Es sei auch positiv hervorzuheben, dass ARA unter Geschäftsführer Herbert Linninger selbst 6,5 Mio. Euro zur Unterstützung der Mitarbeiter aufbringe. Als ARA-Logistik-Standort bleibe Feldkirchen erhalten. Franz Zewell sagte, dass er optimistisch sei, die arbeitslosen ARA-MitarbeiterInnen wieder auf dem Arbeitsmarkt unterbringen zu können. Die einzelnen Betreuungspläne seien bis zur Freistellung im Oktober fertiggestellt.

Erwähnt wurde auch, dass in Feldkirchen ein neuer Merkur-Markt entsteht und heuer eröffnen wird. Auch hier wurde ein Bedarf von 50 bis 60 Arbeitsplätzen genannt.
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