HGPD-Kaske: Illegale Pflege legalisieren ist nicht die Lösung

HGPD-Vorsitzender fordert ein Maßnahmenbündel zur nachhaltigen Absicherung der Pflege und Betreuung

Wien (HGPD/ÖGB) - Zur aktuellen Diskussion um das Pflegepersonal stellt Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) fest, dass mit der Aufforderung von Bundeskanzler Schüssel an Wirtschaftsminister Bartenstein darüber nachzudenken, wie man illegale Pflege und Betreuung möglichst rasch legalisieren kann, nur ein Teilproblem gelöst wird. "Lediglich über eine rasche Legalisierung nachzudenken, greift zu wenig", sagt Kaske.++++

"Wenn wir die Pflege und Betreuung nachhaltig sichern wollen, dann brauchen wir ein Bündel von Maßnahmen", fordert der HGPD-Vorsitzende. Dies beginne bei Budgetvorkehrungen auf Bundes- und Länderebene und müsse bis hin zu Qualifizierungsmaßnahmen und Qualitätskriterien für die im Pflege- und Betreuungsbereich tätigen Menschen reichen.

Eine Anlassgesetzgebung vor den Nationalratswahlen könne jedenfalls das Problem nicht lösen. "Was wir brauchen sind umfassende Lösungen zum Wohle der Betroffenen und der ArbeitnehmerInnen. Wir fordern daher die Politik auf, den Weg vom 'kollektiven Wegschauen' zu verlassen und stattdessen zu einer 'Politik der Lösungen' zu kommen", so Kaske.

Wenn es um das Thema Arbeitskräfte im Pflege- und Betreuungsbereich in Österreich geht, sind auch die Sozialpartner in die Verhandlungen einzubeziehen, verlangt der HGPD-Vorsitzende:
"Immerhin haben wir in den vergangenen Jahren maßgebliche Kollektivverträge in diesem Bereich abgeschlossen." Kaseke abschließend: "Es gibt keine einfachen Lösungen bei diesem sehr komplexen Thema. Daher sind rasch Verhandlungen im Interesse aller Beteiligten aufzunehmen." (ew)

ÖGB, 23. August 2006 Nr. 550

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