AK Test: Wo bleibt das Packerl? (2)

Nur neun von 20 Zustellungen passten

Wien (OTS) - Ein AK Test zeigt, dass die Paketzustellung durch
Post, GLS, DPD, UPS und DHL nicht immer pannenfrei verläuft. Lediglich neun von 20 Zustellungen passten. Es wurden je vier Pakete in Wien von fünf Zustellern an Testpersonen versandt.

Bei der Post erfolgte die Paketzustellung in zwei von vier Fällen ohne Schwierigkeiten. In einem Fall wurde gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen: Es gab keinen Benachrichtigungszettel, dass das Paket beim Nachbarn abgegeben wurde. Das erfuhr der Testempfänger erst vom Nachbarn selbst. "Die Post hat die verpflichtende Benachrichtigung über die Abgabe bei Wohnungs- oder Hausnachbarn in ihren Geschäftsbedingungen geregelt", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz. Problematisch war die Zustellung in einem Fall, es wurde der Benachrichtigungszettel in der Hecke neben der Haustür hinterlegt und erst beim Heckenschnitt entdeckt.

Bei GLS war nur eine von vier Zustellungen in Ordnung. Zweimal wurde nicht vertragskonform zugestellt: Einmal wurde das Packerl ohne Zustimmung des Verbrauchers vor der Wohnungstür abgelegt. GLS bietet auf der Hinterseite des Benachrichtigungszettels eine Abstellerlaubnis an. "Das heißt, wenn der Empfänger den Zettel ausfüllt und unterschreibt und an die Wohnungstür klebt, darf das Paket vor der Tür abgestellt werden", erklärt Glatz, "aber nur dann." Ein anderes Mal wurde eine Person mit demselben Familienamen, aber anderer Adresse als der Testempfänger, aus dem Telefonbuch ausgewählt und ein Zustelltermin vereinbart, ohne dem Testempfänger eine Benachrichtigung zu hinterlassen oder einen erneuten Zustellversuch durchzuführen. Probleme bereitete eine andere Zustellung, weil das Paket ohne Benachrichtigung beim Nachbarn hinterlegt wurde.

Bei DPD waren zwei von vier Zustellungen pannenfrei. Bei zwei Sendungen gab es Schwierigkeiten: Einmal wurde das Packerl beim Nachbarn hinterlegt, ohne den Empfänger zu informieren. Beim zweiten Mal wurde die Benachrichtigung an der Gegensprechanlage am Haus angebracht, obwohl das Paket beim Nachbarn abgegeben wurde und der Zusteller im Haus war, so hätte er den Zettel eigentlich an die Wohnungstür kleben müssen.

Bei UPS waren zwei von vier Packerllieferungen okay. Einmal wartete das Packerl vor der Wohnungstür, was nicht den Geschäftsbedingungen von UPS entspricht. Und in einem Fall gab es Probleme, weil das Packerl beim Nachbarn abgegeben wurde, ohne den Empfänger darüber zu informieren.

Auch bei DHL kamen zwei von vier Sendungen ordentlich an. Die anderen zwei bereiteten den Empfängern Probleme: Die Testpersonen erhielten trotz Zustellversuch nicht die telefonisch in Aussicht gestellte Benachrichtigung.

SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter http://wien.arbeiterkammer.at

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