AK Test Paketzustellung: Nicht immer ohne Pannen! (1)

AK testete fünf Paketdienste - Jede zweite Zustellung passt nicht - Schriftliche Benachrichtigung nach erfolgloser Zustellung oder Abgabe bei Nachbarn unabdingbar

Wien (OTS) - Pannen gibt’s bei jeder zweiten Paketzustellung. Entweder werden die Geschäftsbedingungen missachtet, wenn etwa das Paket vor der Wohnungstür abgelegt wird, obwohl der Konsument das gar nicht will. Oder es gibt andere Schwierigkeiten bei der Zustellung, etwa wenn der Empfänger über eine Abgabe des Paketes beim Nachbarn nicht informiert wird. Die AK hat die Zustellung von 20 Paketen in Wien bei fünf Paketdiensten im Juni und Juli getestet.

"Ein Benachrichtigungszettel nach einem erfolglosen Zustellversuch ist üblich, wird aber nicht immer da gelassen", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz, "schriftlich benachrichtigt sollte jedenfalls werden." Außerdem sollte die Benachrichtigung gut sichtbar angebracht sein, keinesfalls unter der Türmatte oder bei Einfamilienhäusern in Hecken neben der Haustür. Wird das Paket beim Nachbarn abgegeben, sollte ebenso eine schriftliche Benachrichtigung an der Wohnungstür des Empfängers gut sichtbar angebracht werden, das ist entgegen den Auskünften an den Anbieter-Hotlines in der Praxis aber auch nicht immer der Fall.

Die Post stellt ein Paket in der Regel einmal zu, weil sie ein sehr dichtes Filialnetz hat. Nach einer erfolglosen Zustellung wird der Empfänger mittels Benachrichtigungszettel verständigt, auch dann, wenn das Paket beim Nachbarn abgegeben wird. GLS, DPD, DHL und UPS stellen ein- bis dreimal zu, weil sie wenig Abholstellen in Österreich haben.

Der AK Test zeigt: In elf von 20 Fällen (55 Prozent) erfolgte die Zustellung nicht vertragsgemäß oder war mit Schwierigkeiten verbunden. So wurde bei jeder fünften Zustellung (vier) gegen die Vertragsbedingungen verstoßen, wenn etwa das Paket vor der Wohnungstür abgelegt wurde, und das ohne die dafür vorgesehene vorherige schriftliche Zustimmung des Konsumenten. Bei sieben von 20 Zustellungen (35 Prozent) erfolgte die Lieferung nicht ganz ohne Probleme. Beispielsweise wurde etwa der Empfänger von der Ersatzzustellung bei Nachbarn nicht benachrichtigt. Lediglich bei neun Sendungen (45 Prozent) passte die Zustellung.

Die AK hat im Juni und Juli den Zustelldienst von Paketen getestet: Post, GLS, DPD, DHL, UPS. Insgesamt wurden 20 Pakete in Wien bei Paketzustellern aufgegeben, bei einem Versandhandel und per Homeshopping bestellt. Die Testempfänger waren beim Zustellversuch nicht in ihrer Wohnung, dem Einfamilienhaus oder dem Haus in einer Kleingartensiedlung in Wien. Die AK prüfte die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der einzelnen Zusteller und erhob zusätzlich telefonisch die Informationen über das Zustellservice.

(Forts.)

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