Telekom Austria Gruppe: solide Ertragslage im 1. Halbjahr 2006 entgegen dem Branchentrend - TEIL 1

Wien (OTS) - o Anstieg der Umsatzerlöse der Telekom Austria Gruppe um 15,9 % auf 2.328,0 Mio. EUR
o Anstieg des Betriebsergebnisses der Gruppe um 39,9 % auf 414,1 Mio. EUR
o Anstieg des konsolidierten Jahresüberschusses um
53,2 % auf 284,9 Mio. EUR, Gewinn je Aktie steigt um 57,7 %
o Das Wireline-Segment ist vom starken Breitband-geschäft geprägt, was der anhaltenden Migration vom Festnetz in die Mobilfunknetze entgegenwirkt
o Im Wireless-Segment ist das Wachstum der Umsatzerlöse aller Gesellschaften durch den starken Kundenzuwachs getrieben
o Der Rückzug aus der Mobi 63 Auktion spiegelt den Fokus auf die Wertschaffung wider und bietet Handlungsspielraum für die Überarbeitung der Mittelverwendungsstrategie
o Aktienrückkaufprogramm modifiziert von 6 % auf 10 % des Grundkapitals
o Verbesserter Ausblick für Betriebsergebnis und Nettoüberschuss für das Geschäftsjahr 2006

Wien, 23. August 2006 - Telekom Austria AG (VSE: TKA; NYSE: TKA) verlautbarte heute die Finanzergebnisse für das 1. Halbjahr 2006 und das 2. Qu. 06 mit Ende 30. Juni 2006.

Halbjahresvergleich:

Die Umsatzerlöse der Gruppe stiegen im 1. Hj. 06 um 15,9 % auf 2.328,0 Mio. EUR. Im 1. Hj. 06 fielen die Umsatzerlöse im Wireline-Bereich geringfügig um 0,5 % auf 1.054,2 Mio. EUR. Im Wireless-Bereich stiegen die Umsatz¬erlöse um 32,0 % auf 1.399,1 Mio. EUR, was vor allem auf die Konsolidierung von Mobiltel zurückzuführen ist. Auf vergleichbarer Basis, exklusive Mobiltel, erhöhten sich die Umsatzerlöse des Wireless-Bereiches um 6,7 % auf 1.130,9 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis auf Gruppenebene stieg um 39,9 % auf 414,1 Mio. EUR. Ein beträchtlicher Anstieg um 42,5 % auf 334,4 Mio. EUR wurde im Wireless-Segment nach der Akquisition von Mobiltel verzeichnet. Im Wireline-Segment erhöhte sich das Betriebsergebnis auf Grund niedrigerer Abschreibungsaufwendungen um 28,8 % auf 77,8 Mio. EUR. Exklusive Mobiltel erhöhte sich das Betriebsergebnis im Wireless-Segment um 2,3 % auf 239,9 Mio. EUR.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen (bereinigtes EBITDA) stieg im 1. Hj. 06 auf Gruppenebene um 18,2 % auf 981,8 Mio. EUR. Der 40,5%ige Anstieg des Wireless-Segmentes auf 579,3 Mio. EUR konnte den 4,1%igen Rückgang im Wireline-Segment auf 400,8 Mio. EUR mehr als ausgleichen. Exklusive Mobiltel erhöhte sich das bereinigte EBITDA im Wireless-Segment um 1,3 % auf 417,6 Mio. EUR.
Der konsolidierte Nettoüberschuss der Telekom Austria Gruppe erhöhte sich im 1. Hj. 06 um 53,2 % auf 284,9 Mio. EUR. Dies ist vor allem auf ein höheres Betriebsergebnis im Wireline-Segment sowie im Wireless-Segment zurückzuführen. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich im Vergleichszeitraum um 57,7 % auf 0,60 EUR.
Die Anlagenzugänge für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände auf Gruppenebene stiegen im 1. Hj. 06 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9,4 % auf 272,9 Mio. EUR auf Grund der Konsolidierung von Mobiltel.
Die Nettoverschuldung verringerte sich per Ende Juni 2006 geringfügig um 0,6 % auf 3.096,1 Mio. EUR im Vergleich zu 3.113,7 Mio. EUR mit Jahresende 2005, da der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit geringfügig höher als die Kapitalabflüsse für Investitions- und Finanzierungstätigkeiten war.
Das Verhältnis aus Nettoverschuldung zu Eigenkapital (Net Gearing) stieg von 106,7 % mit 31. Dezember 2005 auf 111,6 % mit Ende Juni 2006 als Folge einer niedrigeren Eigenkapitalbasis nach dem verstärkten Rückkauf eigener Aktien.

Quartalsvergleich:

Die Umsatzerlöse auf Gruppenebene wiesen im 2. Qu. 06 einen Anstieg um 16,0 % auf 1.169,4 Mio. EUR auf. Die Wireline-Umsatzerlöse verringerten sich um 1,9 % auf 519,3"Wholesale Sprachtelefonie & Internet" konnten den Rückgang bei "Verbindungsentgelten Sprachtelefonie" und "Grundentgelten & sonstigen Sprachtelefonieerlösen" nicht vollständig kompensieren.
Die Umsatzerlöse des Wireless-Segments erhöhten sich im 2. Qu. 06, hauptsächlich auf Grund der Konsolidierung von Mobiltel, um 33,1 % auf 710,9 Mio. EUR. Auf vergleichbarer Basis, exklusive Mobiltel, erhöhten sich die Umsatzerlöse im Wireless-Segment um 6,4 % auf 568,5 Mio. EUR auf Grund von höheren Umsatzerlösen aus monatlichen Grundentgelten und Roaming.
Das Betriebsergebnis auf Gruppenebene stieg im 2. Qu. 06 um 52,3 % auf 192,5 Mio. EUR auf Grund signifikanten Wachstums in beiden Segmenten. Der 80,1%ige Anstieg des Betriebsergebnisses im Wireline-Segment auf 28,1 Mio. EUR ist auf niedrigere Abschreibungsaufwendungen und Wertminderungen sowie auf Kostenersparnisse bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Das Betriebsergebnis stieg im Wireless-Segment um 47,8 % auf 163,0 Mio. EUR. Auf vergleichbarer Basis, exklusive Mobiltel, stieg das Betriebsergebnis im Wireless-Segment um 1,5 % auf 112,0 Mio. EUR auf Grund eines signifikanten Anstieges des Betriebsergebnisses von Vipnet um 21,1 %.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen der Gruppe (bereinigtes EBITDA) stieg im 2. Qu. 06 um 19,9 % auf 477,5 Mio. EUR. Das bereinigte EBITDA im Wireless-Bereich stieg im 2. Qu. 06 um 42,8 % auf 285,7 Mio. EUR und konnte somit den 3,8%igen Rückgang des bereinigten EBITDA im Wireline-Segment auf 190,4 Mio. EUR mehr als ausgleichen. Exklusive Mobiltel stieg das bereinigte EBITDA im Wireless-Segment geringfügig um 0,4 % auf 201,0 Mio. EUR. Der Quartalsnettoüberschuss stieg im 2. Qu. 06 um 73,6 % auf 130,9 Mio. EUR auf Grund des höheren Betriebsergebnisses. Der Gewinn pro Aktie stieg im 2. Qu. 06 um 74,8 % auf 0,28 EUR gegenüber 0,16 EUR im 2. Qu. 05.
Die Anlagenzugänge für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände auf Gruppenebene stiegen im 2. Qu. 06 um 16,0 % auf 151,1 Mio. EUR auf Grund der Konsolidierung von Mobiltel sowie höherer Investitionen bei mobilkom austria.
"Es freut mich besonders, bei meiner ersten Finanzveröffentlichung als Generaldirektor der Telekom Austria Gruppe über eine weitere Ertragssteigerung zu berichten. Auch diesmal lagen unsere Finanzergebnisse über den Erwartungen. Im 1. Halbjahr gelang uns ein Anstieg des Nettoüberschusses um 53,2% auf EUR 284,9 Mio. und eine Erhöhung des Gesamtumsatzes der Gruppe um beinahe 16 % auf EUR 2,3 Milliarden. Zu diesem Erfolg haben vor allem die Konsolidierung unseres bulgarischen Mobilfunktochterunternehmens, Mobiltel, sowie die starke Performance aller Mobilfunk-Gesellschaften beigetragen, die beträchtliche Umsatz- und Kundenzuwächse verzeichneten. Das Festnetz-Segment war vom starken Breitbandgeschäft und der Bereich Mobilkommunikation vom boomenden Datengeschäft geprägt. Der Rückzug aus der Auktion für Mobi 63 spiegelt unseren Fokus auf Wertsteigerung wider und somit erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2006 eine weitere Ergebnisverbesserung," so Dipl.Ing.Dr. Boris Nemsic, CEO der Telekom Austria Gruppe und CEO von mobilkom austria.

Zusammenfassung

in Mio.EUR(ungepr.)2.Qu.06 2.Qu.05 Verä.in% 1.Hj.06 1.Hj.05 Verä.in% Umsatzerlöse 1.169,4 1.007,9 16,0 % 2.328,0 2.008,5 15,9 % Betriebsergebnis 192,5 126,4 52,3 % 414,1 296,0 39,9 %Nettoüberschuss 130,9 75,4 73,6 % 284,9 186,0 53,2 % Bereinigtes EBITDA* 477,5 398,4 19,9 % 981,8 830,9 18,2 % Gewinn je Aktie (in EUR) 0,28 0,16 74,8 % 0,60 0,38 57,7 % Anlagenzugänge 151,1 130,3 16,0 % 272,9 249,5 9,4 % in Mio.EUR 30.06.06 31.12.05 Verä.in% Nettoverschuldung 3.096,1 3.113,7 -0,6 %

* Das bereinigte EBITDA ist als Nettoergebnis exklusive Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen, Erträgen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, Ertrag/Verlust aus Investitionen und Fremdwährungsdifferenzen definiert. Dies entspricht dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen.

Gruppenübersicht Umsatzerlöse und Betriebsergebnis nach Segmenten Wireline in Mio.EUR (ungepr.)2.Qu.06 2.Qu.05 Verä.in% 1.Hj.06 1.Hj.05 Verä.in% Umsatzerlöse 519,3 529,6 -1,9 % 1.054,2 1.059,8 -0,5 % Betriebsergebnis 28,1 15,6 80,1 % 77,8 60,4 28,8 % Bereinigtes EBITDA* 190,4 197,9 -3,8 % 400,8 418,0 -4,1 %

* Das bereinigte EBITDA ist als Nettoergebnis exklusive Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen, Erträgen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, Ertrag/Verlust aus Investitionen und Fremdwährungsdifferenzen definiert. Dies entspricht dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen.

Halbjahresvergleich:

Im Wireline-Bereich fielen die Umsatzerlöse im 1. Hj. 06 geringfügig um 0,5 % auf 1.054,2 Mio. EUR. Höhere Umsatzerlöse aus "Internetzugang & Media" und "Wholesale Sprachtelefonie & Internet" konnten den Rückgang bei "Verbindungsentgelten Sprachtelefonie" und "Grundentgelten & sonstigen Sprachtelefonieerlösen" nicht vollständig ausgleichen.
Trotz rückgängiger Wireline-Umsatzerlöse erhöhte sich das Betriebsergebnis um 28,8 % auf 77,8 Mio. EUR, vor allem auf Grund von niedrigeren Abschreibungen.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen (bereinigtes EBITDA) fiel im 1. Hj. 06 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,1 % auf 400,8 Mio. EUR auf Grund von niedrigeren Umsatzerlösen und höheren Aufwendungen. Die Materialaufwendungen erhöhten sich auf Grund des gestiegenen Materialbedarfs für LAN-Lösungen und durch den höheren Absatz von Endkundengeräten für Sprachtelefonie. Die Aufwendungen für Zusammenschaltung verzeichneten einen Anstieg, da niedrigere nationale Terminierungskosten durch höhere Aufwendungen für internationale Gespräche ausgeglichen wurden. Letztere sind auf gestiegene Volumina zurückzuführen.
Quartalsvergleich:
Mit Ende Juni 2006 stiegen die ADSL-Anschlüsse im Vergleich zur Vorjahresperiode um 28,8 % auf 637.600 (inklusive 117.700 Wholesale Anschlüsse). Die ADSL-Nettozugänge beliefen sich im 2. Qu. 06 auf 21.600 im Vergleich zu 51.200 im 2. Qu. 05. Der Rückgang ist auf wenigere Vertriebsaktionen, den Anstieg von entbündelten Leitungen sowie auf die Konkurrenz durch Wireless-Breitband-Produkte über UMTS zurückzuführen.
Die Sprachminuten reduzierten sich um 9,1 % auf 1,2 Mrd. Minuten. Die Beschleunigung des Rückgangs ist vor allem auf geringere Verkehrsvolumina im Monat April zurückzuführen, da die Osterferien auf das zweite Quartal 2006 fielen und nicht wie im Jahr 2005 auf das erste Quartal. Darüber hinaus führte die anhaltende Migration der Gesprächsminuten in die Mobilfunknetze zu niedrigeren nationalen Gesprächsvolumina ins Festnetz. Inklusive Internet-Einwahlverkehr fiel das gesamte Minutenvolumen um 16,8 % auf 1,5 Mrd. Minuten, was vor allem auf die Migration von Internet-Einwahl-Kunden in Richtung höherwertiger Breitband-Produkte zurückzuführen ist.
Telekom Austria konnte per Ende 2. Qu. 06 den Sprachtelefonie-Marktanteil auf 56,3 % gegenüber 55,6 % per Ende 2. Qu. 05 weiter erhöhen. Dies ist hauptsächlich auf erfolgreiche Kundenbindung zurückzuführen. Der Gesamtmarkt, bezogen auf Minuten, verringerte sich um 9,9 % im Vergleich zu einem Rückgang der Minuten von 9,1 % bei Telekom Austria.
Der gesamte Marktanteil, bezogen auf Minuten inklusive Internet-Einwahlverkehr, stieg mit Ende Juni 2006 auf 56,6 % gegenüber 55,8 % mit Ende Juni 2005.
Auf Grund einer geänderten Teilnehmerbasis, die auf einen Zuwachs bei Einsteigerpaketen in den vergangenen Quartalen zurückzuführen ist, sowie zusätzlicher Aktionen mit Grundgebührenbefreiung verringerte sich der durchschnittliche monatliche Umsatzerlös pro ADSL-Kunde (ARPU) um 5,3 % auf 28,5 EUR im 2. Qu. 06.
Die Anzahl der entbündelten Leitungen stieg mit Ende 2. Qu. 06 auf 162.700 gegenüber 97.000 mit Ende 2. Qu. 05.
Die gesamten Wireline-Umsatzerlöse fielen im 2. Qu. 06 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,9 % auf 519,3 Mio. EUR. Der Rückgang ist vor allem auf niedrigere Umsatzerlöse aus "Verbindungsentgelten Sprachtelefonie" und "Grundentgelten & sonstigen Spracherlösen" zurückzuführen. Höhere Umsatzerlöse aus "Internetzugang & Media" und "Wholesale Sprachtelefonie & Internet" konnten diesen Rückgang teilweise kompensieren.
Die Erlöse aus Sprachtelefonie-Verbindungsentgelten fielen um 13,3 % auf 87,5 Mio. EUR, was vor allem auf den Rückgang der Gesprächsvolumina sowie niedrigere Durchschnittstarife zurückzuführen ist. Die durchschnittlichen Minutenentgelte im Sprachtelefoniebereich verringerten sich im 2. Qu. 06 auf 7,4 Eurocent gegenüber 7,7 Eurocent im 2. Qu. 05. Dies ist vor allem auf niedrigere Tarife vom Festnetz zu Mobilkommunikationsnetzen auf Grund der Herabsetzung der Terminierungsentgelte zurückzuführen.
Die Erlöse aus "Grundentgelten & sonstigen Spracherlösen" verringerten sich um 5,8 % auf 130,6 Mio. EUR, was auf die niedrigere Anzahl der Festnetzanschlüsse sowie Gratis-Installationen bei Vertriebsaktionen zurückzuführen ist. Mit Ende Juni 2006 verringerte sich die Anzahl der Festnetzanschlüsse im Vergleich zu Juni 2005 um 4,2 % auf 2,73 Millionen.
Erlöse aus Mehrwertnummern mit Eventtarifierung konnten den anhaltenden Umsatzrückgang bei öffentlichen Sprechstellen nicht gänzlich ausgleichen, was zu einem Rückgang von 7,4 % auf 11,2 Mio. EUR bei den Umsatzerlösen aus "öffentlichen Sprechstellen & Mehrwertdiensten" führte.
Die Umsatzerlöse aus "Daten & IT Lösungen" stiegen um 1,5 % auf 103,1 Mio. EUR. Dies ist auf eine erhöhte Nachfrage von Geschäftskunden für IP-basierte Sprachlösungen und Lösungen für Unternehmensnetzwerke zurückzu¬führen.
Die Umsatzerlöse aus "Internetzugang & Media" verzeichneten im 2. Qu. 06 einen Anstieg um 11,7 % auf 65,1 Mio. EUR. Dieses Wachstum wurde durch die höhere Anzahl an ADSL-Anschlüssen, jedoch bei niedrigeren durchschnittlichen monatlichen Umsatzerlösen pro ADSL-Kunde (ARPU) getrieben. Die monatliche Verbindungsgebühr für das e-Card-System, welches für die österreichweite Administration des Gesundheitswesens verwendet wird, trug ebenso zu diesem Anstieg bei.
Die Umsatzerlöse im Bereich "Wholesale Sprachtelefonie & Internet" verbuchten einen Anstieg um 4,3 % auf 94,1 Mio. EUR. Dies ist auf eine starke Performance des internationalen Wholesale-Geschäftes zurückzuführen, welche den Rückgang der nationalen Wholesale-Umsatzerlöse bedingt durch die Migration der Gesprächsvolumina vom Festnetz zu Mobilkommunikationsnetzen und den Anstieg der entbündelten Leitungen mehr als ausgleichen konnte. Zum Anstieg der internationalen Wholesale-Umsatzerlöse haben das Wachstum der Gesprächsvolumina sowie der Anstieg der Minuten beigetragen, die in teureren Mobilkommunikationsnetzen terminiert wurden.
Die sonstigen Wireline-Umsatzerlöse fielen im 2. Qu. 06 geringfügig um 0,7 % auf 27,7 Mio. EUR, da niedrigere Mietverträge von Nebenstellenanlagen von höheren Verkaufserlösen bei Endgeräten nicht ausgeglichen werden konnten.
Der beträchtliche Anstieg des Betriebsergebnisses im 2. Qu. 06 um 80,1 % auf 28,1 Mio. EUR im Vergleich zur Vorjahresperiode ist auf niedrigere Abschreibungsaufwendungen und Wertminderungen sowie niedrigere betriebliche Aufwendungen zurückzuführen, die den Rückgang der Umsatzerlöse mehr als kompensieren konnten. Abschreibungsaufwendungen und Wertminderungen verringerten sich um 10,9 % auf 162,3 Mio. EUR auf Grund eines strengen Managements der Anlagenzugänge.
Die betrieblichen Aufwendungen verringerten sich hauptsächlich auf Grund von niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die die höheren Materialaufwendungen bzw. Aufwendungen für Zusammenschaltung ausgleichen konnten.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen (bereinigtes EBITDA) im Wireline-Bereich fiel im 2. Qu. 06 um 3,8 % auf 190,4 Mio. EUR, wobei die Verringerung der betrieblichen Aufwendungen den Rückgang der Umsatzerlöse teilweise ausgleichen konnte.
Die Kundenanzahl bei Czech On Line betrug per Ende 2. Qu. 06 174.900 gegenüber 212.500 per Ende 2. Qu. 05. Der Rückgang ergibt sich hauptsächlich aus der Migration von Internet-Einwahlkunden zu Breitbandzugängen anderer Anbieter.
Czech On Line konnte im 2. Qu. 06 die Umsatzerlöse um 3,5 % auf 5,9 Mio. EUR im Vergleich zum 2. Qu. 05 steigern, da die höhere Anzahl an DSL- und Sprachkunden den Rückgang der Umsatzerlöse aus Internet-Einwahlverkehr mehr als ausgleichen konnte.
Beim Betriebsergebnis wurde im 2. Qu. 06 ein Verlust von 1,0 Mio. EUR gegenüber einem Verlust von 0,1 Mio. EUR im 2. Qu. 05 auf Grund höherer Aufwendungen für Zusammenschaltung und Kundengewinnung verbucht. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen (bereinigtes EBITDA) verzeichnete im 2. Qu. 06 einen Verlust in Höhe von 0,3 Mio. EUR im Vergleich zu einem bereinigten EBITDA von 0,7 Mio. EUR im 2. Qu. 05.
In Folge dieser Entwicklungen hat Czech On Line seine Marketing- und Vertriebsanstrengungen weiter intensiviert und investiert momentan in die eigene Zugangstechnologie mittels Entbündelung.
- Fortsetzung folgt -

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