Neue "Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR von Claudia Grabner: Topolini. Mickymäuse.

Klagenfurt (OTS) - Die einen (BZÖ) können von Glück reden, wenn sie den 1. Oktober als politisch wahrnehmbare Größe überleben. Die anderen (FPÖ) müssen für jedes Wahlergebnis nahe der Zweistelligkeit einen Rosenkranz beten. Die gespaltenen Freiheitlichen haben zu Kleinparteien abgewirtschaftet, sind zu Kleinstparteien abgestürzt. Topolini. Mickymäuse. Graues Nagetier, das sich durch die Lande frisst.

Im konkreten, politischen, Fall: Zwei Topolini-Parteien, die nichts so gut können, wie sich im Absturz gegenseitig Halt zu geben. Mit ihrem (inszenierten?) Bruderzwist hauchen sich die blau-orangen Bedeutungslosigkeiten Leben ein. Die Mund-zu-Mund-Beatmung zweier Notfälle. Fette Schlagzeilen, Endlos-Berichte, TV-Auftritte, Kommentare zum Nulltarif. Ist doch eine feine Sache. Vor allem, wenn sie - als Draufgabe - mithilft, jene Absurditäten vergessen zu lassen, die neuerdings Österreichs Realpolitik ausmachen. Regiert von einer nicht legitimierten Partei, ist unser Land auf dem sicheren Weg, nach den Inhalten auch die Moral von der politischen Bühne zu fegen.

Es ist schon klar: Für die neue Art des Regierens (Sie erinnern sich an das ÖVP-FPÖ-Zitat des Jahres 2000?) lässt es sich ohne die beiden Bürden am genehmsten leben. Übrigens: Trotzige Aussagen wie "In Österreich gibt es keinen Pflegenotstand" oder "Wir haben wenig Arbeitslose" gehen NICHT als Inhalt durch ...

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