ÖGB: Bei Herrn Amon liegen die Nerven blank

Leitende Sekretärin Roswitha Bachner bezeichnet Anschuldigungen des ÖAAB als "schändlich" und "verwerflich"

Wien (ÖGB) - Als reines Wahlkampfgetöse bezeichnet Roswitha Bachner, Leitende Sekretärin im ÖGB, die heutigen Aussagen von ÖAAB-Generalsekretär Werner Amon. Wiederholungen ändern nichts an den falschen Anschuldigungen des Herrn Amon, sondern seien vielmehr ein Indiz dafür, dass beim ÖAAB schon Wochen vor der Nationalratswahl die Nerven blank liegen. ++++

"Statt Panik und Hysterie zu verbreiten und die MitarbeiterInnen des ÖGB auf schändliche Art und Weise in den Wahlkampf hineinzuziehen, sollte der ÖAAB-Generalsekretär auf die sachliche und wahrheitsgetreue Linie zurückkehren. Die ÖGB-Spitzen zu bezichtigen, dass sie die Öffentlichkeit permant belogen und bewusst getäuscht hätten, weist die Leitende Sekretärin aufs Schärfste zurück und bezeichnet Amons Versuche, die ÖGB-MitarbeiterInnen in den Wahlkampf zu verstricken, als besonders "verwerflich". Der ÖGB werde jedenfalls keine Entscheidungen im Alleingang treffen, sondern wie sich das für eine Interessenvertretung der ArbeitnehmerInnen gehört, im Einvernehmen mit dem Betriebsrat klären.

Beim ÖAAB, der zwar als "Österreichischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Bund" firmiert, dürfte sich das allerdings noch nicht herumgesprochen haben. "Aber im Wahlkampf vergisst offensichtlich Herr Amon auf diesen Part. "Geht es doch darum als Teilorganisation der ÖVP die Wahlkampftrommel zu schlagen. Koste es was es wolle. Und da schreckt der ÖAAB-Generalsekretär auch davor nicht zurück, die Verunsicherung unter den Beschäftigten des ÖGB zu schüren", so Bachner.

Zu den Finanzen des ÖGB verweist die Leitende Sekretärin auf die bereits getätigten Aussagen von Finanzchef Clemens Schneider, dass jede Bilanz erst dann "fertig" ist, wenn sie auch vom Wirtschaftsprüfer testiert ist und alle sonstigen Formerfordernisse erfüllt sind. In der Bilanz 2005 müssen aber die bekannten Vorfälle der Vergangenheit im Sinne einer chronologische Aufarbeitung der nicht getätigten Buchungsvorgänge aus 2000 bis 2004 erfolgen. Dies erfordere die umfassende Überprüfung von umfangreichstem Informations- und Datenmaterial. Dazu komme, dass die Bilanzunterlagen der AVB eine Zeit lang von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt gewesen seien. Deshalb ist es zu Verzögerung gekommen und nicht, weil Herr Amon Interventionen seitens der SPÖ hineininterpretieren will. Auch wenn Herr Amon mittlerweile schon einen Schuldenstand von 3.234,76 Mrd. Euro ortet ändert das nichts am tatsächlichen Schuldenstand des ÖGB. Dieser beträgt 2,13 Mrd. Euro und ist auf der ÖGB-Homepage nachlesbar. Im übrigen seien die ständig falschen Behauptungen von Herrn Amon dem Verkaufsprozess der BAWAG P.S.K. nicht dienlich, zumal Investoren durch diese falschen Aussagen abgeschreckt werden könnten. Denn eine stabilisierte finanzielle Lage des ÖGB ist auch Voraussetzung für einen geordneten und ertragsmäßig maximierten Verkaufsprozess, der zu einer Minimierung des Risikos der Inanspruchnahme der Haftung der Republik Österreich aus dem BAWAG P.S.K. Sicherungsgesetzes führen wird. Es sei denn, Herr Amon möchte seine mediale Präsenz auf dem Rücken des österreichischen Steuerzahlers erhöhen", so Bachner abschließend. (ew)

ÖGB, 22. August
2006
Nr. 547

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