Steiner: Kärnten schickt noch heute sechs tschetschenische Asylwerber nach Traiskirchen zurück

Flüchtlingsbeauftragter Steiner: Kärnten soll gewaltfrei bleiben

Klagenfurt (LPD) - In Kärnten soll kein Platz für straffällig gewordene Asylwerber sein. Das betonte heute, Dienstag, der Flüchtlingsbeauftragte des Landes, Gernot Steiner. In diesem Sinne und der Weisung des Landeshauptmannes folgend werden die in eine Schlägerei in Klagenfurt-Fischl verwickelten tschetschenischen Asylwerber und ihre Familien in das Flüchtlingslager des Bundes in Traiskirchen zurückgeschickt. Dort soll laut Steiner über deren Abschiebung entschieden werden. Insgesamt handelt es sich dabei um sechs Personen.

Einer der sechs Tschetschenen gilt laut dem Flüchtlingsbeauftragten als "Rädelsführer in der Szene". Der Zwanzigjährige war bisher im Pirkerhof in Krumpendorf untergebracht. Weiters nach Traiskirchen geschickt werden eine dreiköpfige Familie, die in Feldkirchen lebt und ein in Klagenfurt wohnender Jugendlicher mit seiner Mutter.

Steiner begründet dieses Vorgehen des Landes mit dem "unverhältnismäßigen" Verhalten der tschetschenischen Jugendlichen im Zuge des Raufhandels. Bandenbildung, Exzesse und Schlägertrupps würden in Kärnten nicht toleriert. "Kärnten soll gewaltfrei bleiben", betonte der Flüchtlingsbeauftragte. Asylwerber würden in Kärnten selbstverständlich im Sinne der Genfer Konvention Schutz finden, allerdings müssten sie sich hier ordnungsgemäß verhalten, so Steiner.

Im Auftrag des Landeshauptmannes forscht das Flüchtlingsreferat derzeit straffällig gewordene Asylwerber und Wiederholungstäter aus, wie Steiner weiters erklärte. Auch diese sollen gegebenenfalls nach Traiskirchen zurückgeschickt werden.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0001