Grossmann zu BJV-Forderungen: Kein Wunder, dass Jugendarbeitslosigkeit vordringlichstes Problem ist

Regierung hat Jugendarbeitslosigkeit verdoppelt - SPÖ gibt Ausbildungsgarantie

Wien (SK) - "Es ist bei dieser Regierungspolitik kein Wunder, dass für die Jugend die Jugendarbeitslosigkeit als vordringlichstes Problem angesehen wird. Schließlich hat die schwarz-bunte Regierung die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen und jungen Menschen bis 24 Jahre verdoppelt", erklärte SPÖ-Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst in Reaktion auf die heutige Präsentation der Forderungen der Bundesjugendvertretung (BJV). "Das ist ein Umstand, der alle Alarmsirenen läuten lassen sollte, leider kamen von dieser Regierung gar keine oder nur unzureichende Maßnahmen", so Grossmann. "Im Gegensatz dazu hat die SPÖ gestern ein 10-Punkte-Programm zur Jugendbeschäftigung und Ausbildung vorgestellt, mit dem in der nächsten Legislaturperiode die Jugendarbeitslosigkeit halbiert werden kann", erklärte die SPÖ-Jugendsprecherin, die betonte, dass sie auch die anderen Forderungen der BJV unterstütze: "Es ist keine Frage, dass in der Bildungspolitik, in der Frage 'Wählen mit 16' etc. dringender Handlungsbedarf gegeben ist. Reformansätze scheiterten bisher allerdings an den verknöcherten Positionen der ÖVP." ****

An oberster Stelle des 10-Punkte-Programms stehe eine Ausbildungsgarantie für jeden Jugendlichen. "Die SPÖ steht auf dem Standpunkt, dass kein 15-Jähriger in Österreich auf der Straße stehen darf." Alle Jugendlichen sollen daher das Recht auf eine Lehrstelle oder einen Platz in einer weiterführenden schulischen Ausbildung haben. An zweiter Stelle stehe das gebührenfreie Nachholen des Hauptschulabschusses. "Denn junge Menschen ohne Pflichtschulabschluss haben die schlechtesten Chancen auf dem Arbeitsmark." Weiters sei durch einen Lehrlingsfonds ein Lastenausgleich zwischen den Betrieben, die Lehrlinge ausbilden und jenen, die keine Lehrlinge ausbilden, angedacht. Modulsysteme in der dualen Ausbildung, der Verbund von Ausbildungsbetrieben und die Einrichtung von Gruppenlehrberufen sollen die Chancen am Arbeitsmarkt verstärken.

Lehrlingsstiftungen, Aufwertung der Berufsschulen, Berufsmatura als eigenständiger Schulabschluss, und die Berufsschule als zusätzliches Auffangnetz runden das Paket ebenso ab, wie die Einrichtung von regionalen Jugendbeschäftigungsgipfeln und echte Qualifizierung statt das Verstecken in Schulungen. Abschließend fasste Grossmann zusammen:
"Für eine gute Zukunft der jungen Menschen in Österreich ist eine gute Berufs- und Arbeitsplatzperspektive unabdingbar. Dies ist nur mit einem politischen Kurswechsel hin zu einer sozial gerechten Politik möglich - und ein solcher ist dringend erforderlich." (Schluss) up

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