VP-Walter zur SP-Wahlliste: Wiener SP und FSG lesen Gusenbauer die Leviten

Führungsschwäche des roten Spitzenkandidaten einmal mehr belegt

Wien (OTS) - "Kein Mensch kennt sich bei der SPÖ aus, es herrscht Chaos pur! Die verkrampften Beteuerungen des Wiener SP-Chefs Michael Häupl können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Landesliste der Wiener Sozialdemokraten ein einzigartiger Affront gegenüber dem Spitzenkandidaten Alfred Gusenbauer ist", kommentierte heute der Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien, Norbert Walter, die Versuche, den Konflikt der SPÖ im Zuge der Präsentation der Kandidatenliste herunterzuspielen.

Katz und Maus mit Katzian

Gleich zwei Spitzenrepräsentanten des ÖGB sitzen an vorderster Stelle der SPÖ-Liste: Vizepräsidentin des Gewerkschaftsbundes Renate Csörgits und GPA-Chef Wolfgang Katzian kandidieren an 5. bzw. 8. Stelle der Landesliste. Bemerkenswert sei dabei zweierlei, betont Walter. "Erstens, dass jemand antritt (Anm. Katzian), um sein Mandat auf keinen Fall anzunehmen. Wählertäuschung ist nur ein harmloser Ausdruck dafür. Zweitens, dass die roten Gewerkschaftsbosse sich gegen den führungsschwachen Alfred Gusenbauer durchsetzen. Gusenbauer und sein Adlatus Josef Cap haben die ÖGB-Spitze und die Chefs der Teilgewerkschaften in der Hand. Ich bin gespannt, was der Spitzenkandidat nun sagen wird. Sein Wort in dieser Sache ist aber leider offenbar nicht den TV-Auftritt wert, in der er eine Aussage tätigt".

Bezeichnendes Signal der Wiener SPÖ in Richtung Bundespartei ist auch die Tatsache, dass mit Andrea Kuntzl eine Rivalin der Gusenbauer-Vertrauten Doris Bures als Landes-Spitzenkandidatin nominiert wird. Walter: "Häupl hat sich auf der ganzen Linie durchgesetzt, eine Demütigung der Sonderklasse!"

Wien ist kein Modellfall

Auch inhaltlich sind die bei der Präsentation gemachten Aussagen äußerst dürftig: Einmal mehr wird das "Wiener Modell" der SPÖ-Stadtregierung gepriesen. Es ist zu hoffen, dass das politische Chaos, dass Häupls Stadträte seit der letzten Gemeinderatswahl produzierten - Stichwort Tempo-50-Beschränkung, Ausgliederungen des Magistrats, Universitätsstandort Aspern etc. - nicht auf die österreichische Bevölkerung losgelassen wird. Gleichsam eine Drohung äußerte Spitzenkandidatin Andrea Kuntzl: "Neue Wege, die jeder spürt" - die sozialistischen Belastungswellen und Steuerpläne sollten die Österreicher jedenfalls nicht zu spüren bekommen. "Das personelle Angebot steht auch dafür: Stillstand und alte Hüte" so der VP-Landesgeschäftsführer weiter. "Spitzengewerkschafter, gescheiterte Stadtpolitikerinnen wie Elisabeth Pittermann und Mandatserben wie Andreas Schieder, der offenbar das Mandat seines Vaters Peter übernimmt und damit eine neue sozialistische Erbfolgeregelung ins Leben ruft, tummeln sich auf der Liste", so Walter.

"Die SPÖ kann Einigkeit und abgestimmte Harmonie verbreiten, wie sie will. Tatsache ist, dass die Präsentation der Kandidatenliste der Wiener SPÖ den Anfang vom Ende des Kandidaten Gusenbauer einleitet", schließt Walter.

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