Pflege - Bures-Kritik an Van der Bellen: "Beleidigt und unsachlich"

SPÖ hat als einzige Partei den Weg aus der Pflegemisere aufgezeigt

Wien (SK) - "Beleidigt und unsachlich" agiert Grünen-Chef Van der Bellen nach Ansicht von SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures in der Pflege-Debatte: "Die SPÖ begegnet dem Pflegenotstand mit einem fundierten Konzept anstatt mit Aktionismus." Dass sich die SPÖ nicht mit dem Pflegenotstand beschäftige, sei eine Unterstellung von Van der Bellen. Die SPÖ arbeitet in ihrem Kompetenzteam Soziales seit Monaten an einem Pflegekonzept, das vergangene Woche vom Salzburger SPÖ-Soziallandesrat Erwin Buchinger präsentiert wurde. Bures findet es eigenartig, dass Van der Bellen die SPÖ ungerechtfertigt angreife, anstatt die jahrelangen Versäumnisse der ÖVP aufzuzeigen. ****

Das SPÖ-Modell sieht den Ausbau einer flächendeckenden mobilen Pflege mit anerkannten sozialen Dienstleistern, die Unterstützung pflegender Angehöriger durch ein gutes Beratungsangebot und Supervision einerseits und durch den Ausbau von Tageszentren und Kurzzeitpflegeangeboten andererseits vor. Außerdem müssten mehr Personen im Pflegebereich ausgebildet werden. Das Pflegegeld müsse valorisiert werden und ein bundesweiter Pflegefonds, der jährlich mit 200 Millionen Euro dotiert ist, eingerichtet werden.

Bemerkenswert sei, so Bures weiter, dass Van der Bellen in der Pflegedebatte nicht die für die schweren Versäumnisse der letzten Jahre verantwortliche ÖVP angreife, sondern die SPÖ, die als einzige Partei einen Weg aus der Pflegemisere aufgezeichnet habe. Bures:
Kanzler Schüssel hat vor der letzten Nationalratswahl einen "Qualitätsschub" in der Pflege und 30.000 bis 35.000 neue Arbeitsplätze angekündigt. "Davon ist weit und breit nichts zu sehen", so Bures. "Das ist aber kein Wunder, denn laut Kanzler Schüssel und der Leiterin des Arbeitskreises, Waltraud Klasnic, gibt es ja gar keinen Pflegenotstand."

"Die Zukunft der Pflege ist eine der größten Herausforderungen in Österreich, sie ist auch eine höchst brisante gesellschaftspolitische Frage und eine Frage des sozialen Zusammenhalts", so Bures. Es handle sich um eine öffentliche Aufgabe und nicht um eine Aufgabe des einzelnen, wie Kanzler Schüssel meine, sagte die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin abschließend. (Schluss) se

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