Hahn zu SPÖ-Steuerplänen: "Bumerang für Wien"

Standort - Torpedo von Gusenbauer gegen die Bundeshauptstadt

Wien (OTS) - "Es ist das alte sozialdemokratische Spiel: Bunte Steuerzuckerl für den Wahlkampf, finanziert zu Lasten Dritter. Von Sparpotentialen ist wieder weit und breit keine Rede", so reagiert der Obmann der ÖVP Wien, Johannes Hahn, auf die wahlkampfinduzierten Steuerpläne von Alfred Gusenbauer in einer ersten Stellungnahme. Das Konzept zur Gegenfinanzierung der Steuerversprechungen sei nicht nur insgesamt wirtschaftsfeindlich, sondern diametral gegen den Standort Wien gerichtet.

"Seit Jahren versuchen die Bundesregierung, die Austrian Business Agency, aber auch der WWFF, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung sowie andere mit der Investorensuche beschäftigte Institutionen der Stadt Wien, die Bundeshauptstadt zum Standort für regionale Headquarters zu machen.
Von diesen strategischen Unternehmenszentralen werden vor allem die Märkte Südost- und Osteuropas geführt", betont Stadtrat Hahn. Mittlerweile sei es gelungen, mehr als dreihundert solcher Regionalzentralen nach Wien zu holen. "Dabei sind der attraktive Körperschaftssteuersatz von 25 Prozent, vor allem aber auch die Regelung der Gruppenbesteuerung entscheidende Motive, sich für den Standort Wien zu entscheiden", unterstreicht der Wiener VP - Obmann.

Wenn nun Gusenbauer die Absicht habe, praktisch die gesamte Unternehmenssteuerreform für Kapitalgesellschaften zurückzunehmen, dann werde das gerade für Wien " zum Bumerang". Niedrigerer Köst -Satz und Gruppenbesteuerung seien mitverantwortlich dafür, dass die Internationalisierung des Standortes Österreich rasch voranschreite. Gusenbauers Pläne sähen hingegen vor, das Körperschaftssteueraufkommen um 1,5 Mrd. Euro - also genau ein Drittel des gegenwärtigen Aufkommens - zu steigern. Ein Schlag ins Gesicht jener Unternehmen, die sich im Vertrauen auf Rechtskontinuität in Wien niedergelassen haben.

"Jede dieser Firmen beschäftigt ihrerseits wieder Dutzende von hochspezialisierten Dienstleistungsunternehmen wie Rechtsanwälte, Investmentbanker, Wirtschaftstreuhänder, Werbeagenturen etc.. Das ist für die Wertschöpfung in Wien, besonders aber für den Arbeitsmarkt der Bundeshauptstadt wichtig", so Hahn, der von den Gusenbauer -Steuerplänen ein deutliches Signal der offensichtlich ideologisch bedingten Unternehmensfeindlichkeit ausgehen sieht.
Den Sozialdemokraten sollte die Slowakei eine Warnung sein. Dort haben - nach einem Regierungswechsel - neue Steuerkonzepte und ein Stopp der Privatisierung zu einer weltweiten Verunsicherung von potentiellen Investoren geführt.

"Der Standortbonus ist rasch verspielt, wenn man sich nicht anders zu helfen weiß als Wahlzuckerl mit dem Anziehen der Steuerschrauben in der Wirtschaft zu finanzieren. Ich bin gespannt, wie der Wiener Vizebürgermeister und Finanzstadtrat Rieder auf diesen Standorttorpedo von Alfred Gusenbauer reagiert", betont Hahn abschließend.

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