AK Kärnten: Lohnkürzungen kein Rezept gegen Arbeitslosigkeit

Klagenfurt (OTS) - Als nicht zielführend lehnt die Arbeiterkammer Kärnten die von IHS-Chef Bernhard Felderer in einem Interview erhobenen Vorschläge ab. Gerade das von ihm genannte Beispiel Deutschland belegt aus Sicht der AK, dass Sozialabbau und Lohnkürzungen nicht zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit führen.

Felderer hatte gefordert, den Berufsschutz aufzuweichen und die Löhne nach unten hin zu öffnen, um so die Arbeitslosigkeit zu senken. Die Arbeiterkammer widerspricht dieser Aussage massiv.

Als Positivbeispiel führt Felderer Deutschland an. Doch gerade die Entwicklung dort zeigt, dass die Strategie von Sozialabbau und Lohnkürzungen nicht dazu führt, dass die Arbeitslosigkeit sinkt. Den Druck auf die Arbeitnehmer und auf die Arbeitslosen zu erhöhen, schafft keine Arbeitsplätze.

Im Gegenteil: Wie man am Beispiel Deutschland sieht, hat die Verunsicherung in der Bevölkerung zugenommen, der private Konsum schwächelt. Die Inlandsnachfrage fehlt als Konjunkturmotor, was zu noch höherer Arbeitslosigkeit führt.

Aus Sicht der AK müssen die Löhne steigen, weil auch in Österreich die Inlandsnachfrage zu gering ist und die Wirtschaft deshalb nicht ausreichend in Schwung kommt. "Nötig ist deshalb ein kräftiges Signal der Arbeitgeber bei der bevorstehenden Herbstlohnrunde", betont AK-Präsident Günther Goach.

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