Petrovic: SP-Vorschlag für verpflichtenden Hilfsdienst von Frauen ist Schnapsidee

Pflege braucht qualifizierte Personen - Verhindert Schaffung von Arbeitsplätzen

Wien (OTS) - "Ein verpflichtender Zivildienst auch für Frauen, wie ihn die SPÖ nun vorschlägt, um den Pflegenotstand zu bewältigen, ist ein vollkommen verfehlter Ansatz. Erstens sind zwangsverpflichtete Personen nicht geeignet, die sensible Aufgabe der Pflege zu übernehmen, dazu braucht es gut ausgebildete Fachkräfte. Zweitens wird damit verhindert, dass in diesem zentralen Bereich Arbeitsplätze geschaffen werden. Drittens ist es ein Widerspruch in sich, in einem In einem Zug zu Recht vor Lohndumping zu warnen, dann aber eine ganze Sparte in den nicht ordentlich remunierten Beriecht auszulagern. Die SPÖ reagiert auf dem Weg in die Dienstleistungsgesellschaft auf die Fragen von heute und morgen mit Antworten von gestern", kritisiert Madeleine Petrovic, stv. Bundessprecherin der Grünen. Schließlich nähert sich die SPÖ mit der Zwangsverpflichtung von Frauen dem Frauenbild der ÖVP an, die mit Ehrenamtlichkeit und der Frau als treudienende Hausfrau und Pflegende kommt

Insgesamt besteht der Eindruck, dass sowohl ÖVP als auch SPÖ und FPÖ mit dauernden Befristungsmodellen die Realität verdrängen wollen, nämlich dass wir in der Pflege und in anderen Dienstleistungssparten ein dramatisches, politisch verursachtes Defizit an regulären und normal entlohnten Dauerarbeitsplätzen haben, so Petrovic.

"Die Grünen sind für Verbesserungen der Rechte von Pflegeberufen anstatt für eine Erhöhung des Druckes durch Zivildienstausdehnung! Notwendig ist auch eine finanzielle Absicherung des Anspruches auf eine adäquate Betreuung im Alter, anstatt eine Fortsetzung der Mangelverwaltung mit Zivildienst, Schwarzarbeit und Prekarien aller Art!
Die Grünen treten für ordentlich ausgebildete qualifizierte Pflegekräfte und einen Ausbau ambulanter Dienste und Betreuungsangebote ein, anstatt Frauen und Männer als Hilfskräfte in diesem Bereich zwangszuverpflichten!", erinnert Petrovic.

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