Marmelade, Konfitüre und Co. werden teurer

Extremer Preisanstieg für Rohware in der Obstveredelungsindustrie

Wien (PWK526) - Durch die Wetterextreme des heurigen Jahres
bedingt, zeichnen sich deutlich geringere Obsternten und dramatische Preissteigerungen bei allen wichtigen Früchten ab. Dies wird die Produktionskosten von Marmeladen, Fruchtzubereitungen und Obstkonserven massiv verteuern. Die Hersteller dieser Erzeugnisse sehen sich gezwungen, ihre Kalkulationen zu überarbeiten, um sich an diese geänderte Einstandskostensituation anzupassen.

Die extreme Hitze und Trockenheit in praktisch allen Anbauländern, aber auch die jüngsten schweren Niederschläge brachten massive Schäden und Auswirkungen bei den Obsternten, die man durchaus als dramatisch bezeichnen kann. So hat zum Beispiel bei Erdbeeren, wo Polen der Hauptlieferant der österreichischen Industrie ist, die heiße Witterung im Juni und Juli dazugeführt, dass die Erntemengen deutlich unter den Erwartungen geblieben sind und die Rohwarenpreise in Polen sich im Vorjahresvergleich nahezu verdoppelt haben.

Ein weiterer wichtiger Erdbeerlieferant, Marokko, hat ebenfalls geringere Erntemengen aufgrund der Wetterbedingungen gemeldet und auch in diesem Land liegen Preissteigerungen von über 30 % vor. Nicht zuletzt kann auch Spanien die vorgesehenen Mengen für die verarbeitende Industrie nicht halten und hat die Preise im Vergleich zum Vorjahr bereits jetzt um über 23 % angehoben.

Die Trockenheit in Polen hat auch bei Himbeeren zu wesentlich geringeren Ertragsmengen und zu einem erheblichen Preisanstieg geführt, was auch die Produzenten für Himbeeren in den Balkanländern veranlasst hat, ebenfalls ihre Rohwarenpreise deutlich zu erhöhen. Mit Preisanstiegen von über 50 % ist hier zu rechnen.

Nicht viel anders sieht es auch bei Erntemengen und Preisen für Marillen aus Spanien, Griechenland und Marokko aus, wo der zweite Trockensommer in Folge zu erheblichen Mindermengen aber auch Schädigungen der Kulturen geführt hat.

Katastrophal sieht auch die Situation bei Heidelbeeren aus, wo die erwartenden Erntemengen im Polen einen historischen Tiefststand erreichen dürften. Doch auch das Baltikum, Weißrussland und die Ukraine erwarten Minderernten, sodass mit einer Rohwarenverteuerung bis zu 90 % zu rechnen ist. Auch bei schwarzen Ribiseln und Sauerkirschen zeichnen sich wesentlich höhere Rohwarenpreise ab.

Alles in allem eine dramatische Situation für die obstverarbeitende Industrie, die die Kalkulationsgrundlagen anpassen wird müssen. (us)

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