Enzenhofer zur AK: Wiederholen ist keine Strafe, sondern eine Chance

Ziel muss sein, den SchülerInnen zu einem positiven Abschluss zu helfen und nicht sie durchzuschwindeln

Wien (OTS) - "In der Schule ist es wie beim Sport: Wer das
leichtere Trainingsniveau nicht erreicht, der kann nicht in der nächst schwereren Stufe weitermachen, denn das würde zu einer Überforderung führen", wies heute Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer die Forderung der Arbeiterkammer Wien zurück. Leistung müsse einen Stellenwert haben. Dass Schüler unabhängig von der Leistung automatisch aufsteigen können sollen, ist realitätsfremd, denn Leistung zählt auch im späteren Leben. Eine Schule, bei der Leistung keinen Stellenwert hätte, würde keine gute Vorbereitung auf das spätere Leben bieten.

"Unser Ziel muss es sein, den Schülerinnen und Schülern zu einem positiven Abschluss zu helfen und nicht, sie durch die Schule durchzuschwindeln", so Enzenhofer. Deshalb wurden Maßnahmen gesetzt wie das Frühwarnsystem und der Förderunterricht. In der Volksschule steht pro Woche und Klasse eine Förderstunde, in den Hauptschulen und Gymnasien sogar zwei Wochenstunden für die Förderung zur Verfügung. Die rückläufigen Zahlen der Klassenwiederholungen und die steigenden Zahlen von ausgezeichneten und guten Erfolgen in den Zeugnissen zeigen, dass wir in Österreich auf dem richtigen Weg sind. In einer aktuellen Fessel-GfK-Umfrage vom Mai 2006 zeigt sich, dass die "Möglichkeit in die nächste Klasse mit mehreren Nicht Genügend aufzusteigen" von 82% der Befragten als nicht wichtig erachtet wird.

Im Übrigen sollte die Arbeiterkammer wissen, dass in Österreich Schülerinnen und Schüler mit einem Nicht Genügend aufsteigen können. Die "zweite Chance", die die Arbeiterkammer fordert, gibt es bei uns schon länger als in vielen anderen Staaten.

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