Niederwieser: Sitzenbleiben ist einfach out

Wien (SK) - Die ÖVP sei mittlerweile mit ihrem Festhalten am pädagogisch verstaubten Instrument des Sitzenbleibens "ziemlich allein auf weiter Flur", erklärte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Wie auch die Arbeiterkammer heute bestätige, sei Sitzenbleiben ein "Auslaufmodell", noch dazu ein für den Steuerzahler sehr kostspieliges. Die SPÖ habe bereits klare Alternativen zum Sitzenbleiben präsentiert, sagte Niederwieser. ****

So solle es zu einer viel stärkeren Förderung der Kinder kommen, die Leistungsbeurteilung solle in alternativer - etwa verbaler - Form erfolgen, und in der Oberstufe wolle man mit einem modularen Kurssystem inhaltliche Schwerpunkte setzen.

Wie der SPÖ-Bildungssprecher betonte, führe das Wiederholen einer Klasse bei der Hälfte der Kinder dazu, dass sie nach dem darauf folgenden Unterrichtsjahr mit der Schule aufhören. Das "Büffeln" für die Nachprüfung wiederum verursache hohe Nachhilfekosten. Der ÖVP sei ins Mitteilungsheft geschrieben, dass es in Finnland kein Sitzenbleiben gibt, und Finnland sei immerhin PISA-Sieger, schloss Niederwieser. (Schluss) cs

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