Kein Grund zum Jubeln!

OÖGKK-Stöger zu 254 Millionen österreichweitem Krankenkassen-Defizit

Linz (OTS) - Befremdet und verwundert nimmt die OÖ Gebietskrankenkasse die Aussagen des Hauptverbands-Präsidenten Laminger über das prognostizierte österreichweite Krankenkassen-Defizit von 254 Millionen Euro für 2006 zur Kenntnis. "Ich kann mich nur wundern, wie positiv das 254-Millionen-Defizit der Krankenkassen - in Schilling 3,5 Milliarden - vom Hauptverband beurteilt wird", so Obmann Alois Stöger über die Jubelmeldung des Verbandspräsidenten. Laminger hatte in einer Aussendung von einer `stabilisierten Finanzgebarung´ gesprochen. "2,8 Prozent Abgang mögen in einem Jahr verkraftbar sein. Die Finanzreserven der GKK´s zusammengerechnet sind aber nach vielen Jahren der Defizite vollkommen erschöpft. Das konsolidierte Eigenkapital aller GKK´s zusammen ist bereits negativ!" weist der OÖGKK-Obmann auf die Dramatik der Situation hin.

Die OÖGKK bemüht sich seit Jahren erfolgreich um eine ausgeglichene Gebarung. Umso mehr ärgern sich die für die Gesundheits-Versorgung und das Geld der oö. Beitragszahler Verantwortlichen über die Aussagen des Hauptverbandes. "Natürlich arbeiten alle - mit unterschiedlichem Erfolg - daran, dass die Ergebnisse noch besser werden. Die heute veröffentlichten Zahlen zeigen nur, dass das Leck in unserem Schiff kleiner geworden ist -das Wasser im Rumpf steht aber bereits sehr hoch!", beschreibt Alois Stöger die finanzielle Situation der österreichischen Krankenkassen. Oberösterreich hat sich dem negativen Trend der letzten Jahre durch wirksame Steuerungsmaßnahmen entgegenstellen können und gesunde Bilanzen geschrieben. Auch 2006 wird von der OÖGKK hart an einer "schwarzen Null" gearbeitet, die aktuellen Zahlen per 30.6.2006 weisen aber noch 14,55 Millionen Euro - oder rund ein Prozent -Defizit aus.

Für die OÖGKK bedeuten hohe Gesamt-Defizite der Krankenkassen nicht zuletzt erhöhten Druck auf den Ausgleichsfonds. Zuletzt hatte der Gesetzgeber ja einen Beschluss des Hauptverbandes ins ASVG aufgenommen, wonach die OÖGKK netto noch stärker zur Kasse gebeten wird. 25,4 Millionen Euro Einzahlung pro Jahr stehen nur mehr 4,3 Millionen Euro Rückfluss gegenüber.

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