Pflege - Bures: ÖVP-interner Konflikt verhindert Lösung

Rauch-Kallat dämpft bereits die Erwartungen

Wien (SK) - Scharfe Kritik am nun entflammten ÖVP-internen
Konflikt zwischen Minister Bartenstein und LH Pröll in Sachen Pflege übt SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures: "Nach sechs Jahren Untätigkeit im Pflegebereich stürzt sich die ÖVP nun in einen parteiinternen Streit und behindert damit eine vernünftige Lösung." Kein Wunder, dass Gesundheitsministerin Rauch-Kallat vor der Wahl keine Ergebnisse der eilig eingesetzten ÖVP-Arbeitsgruppe mehr erwartet und schon jetzt die Lösung der Pflegeproblematik "auf den St. Nimmerleinstag verschiebt". ****

Aus Sicht von Bures hat die ÖVP im Pflegebereich "schwer versagt":
Der von Kanzler Schüssel am 13. September 2002, zwei Monate vor der letzten Nationalratswahl, angekündigte "Qualitätsschub" in den Bereichen Ausbildung und Pflege (APA 235) und die angekündigten 30.000 bis 35.000 neuen Arbeitsplätzen seien ausgeblieben. Die ÖVP habe seit dieser Ankündigung "vier Jahre verstreichen lassen, ohne einen Finger zu rühren", so Bures. "Wenn es von der Ankündigung, die Pflegeproblematik in Angriff zu nehmen, bis zur Einsetzung der Arbeitsgruppe bereits vier Jahre gedauert hat, wie lang wird dann erst die Arbeitsgruppe tagen, bis erste Lösungsansätze sichtbar werden?", fragte Bures.

Das SPÖ-Kompetenzteam Soziales arbeite hingegen schon seit Monaten an einer Lösung der Probleme im Pflegebereich, so Bures. Das vom Salzburger Soziallandesrat Erwin Buchinger und SPÖ-Behindertensprecherin Christine Lapp gestern präsentierte Modell sieht den Ausbau einer flächendeckenden mobilen Pflege mit anerkannten sozialen Dienstleistern, die Unterstützung pflegender Angehöriger durch ein gutes Beratungsangebot und Supervision einerseits und durch den Ausbau von Tageszentren und Kurzzeitpflegeangeboten andererseits vor.

Außerdem müssten mehr Personen im Pflegebereich ausgebildet werden. Das Pflegegeld müsse valorisiert werden und ein bundesweiter Pflegefonds, der jährlich mit 200 Millionen Euro dotiert ist, eingerichtet werden. (Schluss) se

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0004