Jobverluste in Schuhindustrie: AK Kärnten fordert Krisenplan

Seit 2000 über 1.100 Arbeitsplätze in Lederbranche verloren gegangen

Klagenfurt (OTS) - Das Land Kärnten muss in den vom Niedergang der Schuhproduktion betroffenen Kärntner Bezirken Feldkirchen und Spittal rasch nachhaltige Ersatzstrukturen schaffen und entsprechende Konzepte zur Betriebsansiedelung entwickeln, fordert AK-Präsident Günther Goach. Er verlangt einen Krisenplan:

Dass die von der angekündigten Stilllegung der Ara-Schuhproduktion in Feldkirchen betroffenen Mitarbeiter durch Umschulungen des AMS und durch eine Arbeitsstiftung möglichst rasch wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden müssen, sei die eine Sache.

"Im Krisenbezirk Feldkirchen müssen aber auch rasch Ersatzstrukturen für die verloren gegangenen Arbeitsplätze geschaffen werden, und zwar in Branchen mit Zukunftsaussichten", fordert AK-Präsident Günther Goach eine gemeinsame Anstrengung des Landes mit dem Arbeitsmarktservice, den Sozialpartnern und den Gesellschaften zur Betriebsansiedelung.

Scharfe Kritik übte Goach in dem Zusammenhang an der Vorgangsweise des Landes im Bezirk Spittal: "Dort ist nach den Arbeitsplatzverlusten bei Gallus außer Versprechungen nichts passiert." Goach tritt daher dafür ein, für die beiden Bezirke einen Krisenplan zu erstellen, der die rasche Ansiedelung von Ersatzbetrieben zum Ziel haben muss.

Im Bezirk Feldkirchen gab es im Juli 395 vorgemerkte Arbeitslose, davon 190 Männer und 205 Frauen.

Insgesamt sind in der Ledererzeugung in Kärnten seit dem Jahr 2000 mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze verloren gegangen. Von 2.324 Beschäftigten sind nur noch 1.159 übrig geblieben, das sind 1.165 Arbeitsplätze weniger. Zählt man die 170 von einer Kündigung bei Ara Betroffenen dazu, sinkt die Zahl der Beschäftigten auf 989. In der Lederindustrie in Kärnten haben in den letzten sechs Jahren 790 Frauen und 375 Männer ihren Job verloren.

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