ÖBB: Schober: Welche Strecke ist in Kärnten wirklich betroffen?

Auf der Rosentalstrecke werden zur Schulzeit täglich über 200 Schüler befördert

Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Kritik an der schwarz-orangen Bundesregierung übt der Verkehrssprecher der Kärntner SPÖ, LAbg. Rudolf Schober. "Es tritt das ein, vor dem wir seit Jahren warnen, dass ÖVP und BZÖ vom Zusperren noch immer nicht genug haben", so Schober, nachdem nun klar ist, dass 15 Nebenbahnlinien zugesperrt werden sollen und davon auch Kärnten betroffen ist.

Bei den ÖBB wird es erst so richtig losgehen. Denn die Bundesbahnen sollen so wie die Post an die Börse gebracht werden. Dann wird alles, was den Gewinnvorstellungen der Aktionäre nicht entspricht, dem Sparstift zum Opfer fallen, warnt die SPÖ. "Welche Strecke wird es konkret betreffen, oder sind es gar Strecken?", fragt sich Schober und verweist auf zahlreiche Widersprüche, die seit Dienstag durch die Medien geistern. Laut Dr. Albert Kreiner vom Amt der Kärntner Landesregierung handelt es sich um die Bahnstrecke zwischen Rosenbach und Klagenfurt (Anmerkung: ORF-Meldung von Dienstag). Der ÖBB-Sprecher Christoph Posch hält sich weiter bedeckt (Anmerkung: Mittwoch Kleine Zeitung) und behauptet, er könne keine konkrete Strecke nennen, weil dies erst mit dem Land besprochen werden müsse.

"Was also? Will man vor den NR-Wahlen keine klare Aussage treffen und danach drüberfahren", fragt sich Schober. Welche Strecke ist nun wirklich betroffen, oder sind es in Kärnten gar mehrere? "Zur Schulzeit werden auf der möglicherweise von der Einstellung betroffenen Rosental-Strecke täglich über 200 Schüler in 3 bis 4 Waggons befördert", sagt Schober.

Alleine in der Marktgemeinde Feistritz/Rosental wurden in den letzten Jahren drei Bahnhaltestellen mit Millionenaufwand und großer Eigenleistung der Bevölkerung errichtet. Sind diese nun umsonst? Erst kürzlich hat die Bundesregierung vom Schutz des ländlichen Raumes gesprochen und zum Wahlkampfthema gemacht. Ist das die Antwort darauf. "Die Zeche zahlen die Schüler und jene Eltern, die sich andere Verkehrsmittel oder gar ein Zweitfahrzeug nicht leisten können", schloss Schober.

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