Darabos warnt vor weiteren Stilllegungen von Nebenbahnstrecken

ÖVP hat vom Zusperren noch lange nicht genug

Wien (SK) - Von Wortbruch der ÖVP spricht SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos, nachdem nun klar ist, dass 15 Nebenbahnlinien zugesperrt werden. Denn treuherzig habe Staatssekretär Kukacka noch im Juni versichert, dass es keineswegs darum gehe, Nebenbahnen stillzulegen. "Es tritt das ein, vor dem wir seit Jahren warnen, dass die ÖVP vom Zusperren noch lange nicht genug hat", so Darabos am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Wer glaubt, dass mit den 15 Strecken nun das Ende der Fahnenstange beim Zusperren erreicht sei, der werde sich täuschen, ist Darabos überzeugt. "Bei den ÖBB wird es erst so richtig losgehen. Denn die Bundesbahnen sollen so wie die Post an die Börse gebracht werden. Dann wird alles, was den Gewinnvorstellungen der Aktionäre nicht entspricht, dem Sparstift zum Opfer fallen", warnt der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.

Er wies darauf hin, dass lediglich in 60 Prozent der noch bestehenden Nebenbahnstrecken investiert werden soll. "Was ist mit dem Rest? Werden diese Strecken dann aufgelassen?", fragt sich Darabos. Er erinnerte daran, dass auch bei der Post mit weiteren Schließungen von Filialen zu rechnen sei. 400 Postämter seien mittelfristig gefährdet, obwohl Schüssel und Co mehrfach versicherten, dass keines der noch bestehenden Ämter dicht gemacht wird.

"Wir kennen das aber schon aus langer leidvoller Erfahrung. Zwischen den Versprechen und den tatsächlich gesetzten Maßnahmen dieser Regierung liegen tiefe Abgründe", schloss Darabos. (Schluss) ns

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0010