Sozialistische Jugend: Fuhrmann kündigt weiteren Anschlag auf Lehrlingsrechte an

Sozialistische Jugend fordert öffentliche Lehrwerkstätten

Wien (SK) - Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), übt an den jüngsten Aussagen von JVP-Chefin Fuhrmann zur Lehrlingspolitik heftige Kritik. "Es ist lachhaft, wenn Fuhrmann wieder einmal vorgibt, sich für Lehrlinge und Lehrstellensuchende einzusetzen. Die ÖVP hat in den letzten sechs Jahren die Jugendarbeitslosigkeit verdoppelt. Zusätzlich wurde die Probezeit für Lehrlinge bei gleichzeitiger Verkürzung der Behaltefrist verlängert. Die Arbeitszeiten von Lehrlingen wurden erhöht. Im öffentlichen Bereich wurden echte Lehrstellen durch Lohndumping-Lehrgangsplätze ersetzt. Fuhrmanns Ankündigung, die Lehre zu flexibilisieren bedeutet in diesem Zusammenhang nichts anderes als die weitere Entrechtung junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt", so Dvorak am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Dvorak fordert Fuhrmann zu mehr Ehrlichkeit auf, anstatt die Bundesregierung im Schönreden zu imitieren: "Laut einer Studie der AK Niederösterreich verdienen junge Menschen seit Amtsantritt dieser Regierung um bis zu 700 Euro weniger pro Jahr. Insofern ist es ein leicht durchschaubares Täuschungsmanöver, wenn Fuhrmann nun eine Mindestentschädigung für Lehrlinge verlangt. Die beste Entschädigung für Lehrlinge ist die Abwahl der ÖVP aus der Regierung und eine Rücknahme ihrer sozialen Belastungen!" Statt scheinheiliger Versprechen will Dvorak eine Orientierung der Lehrlingsentschädigungen an den FacharbeiterInnenlöhnen.

Abschließend verlangt Dvorak eine echte Reform der Lehrlingsausbildung für die Betroffenen statt einer Unternehmensförderung à la Fuhrmann: "Um Lehrstellen für alle zu schaffen benötigen wir flächendeckend öffentliche Lehrwerkstätten, die durch die Einrichtung eines Ausbildungsfonds finanziert werden sollen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass sich die Unternehmen von der Lehrlingsausbildung verabschieden. Das gleiche kann man allerdings auch von der ÖVP behaupten." (Schluss) js/mp

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