BM Haubner: Jobchance Sozial- und Pflegeberuf nützen

Wien 2006-08-16 (BMSG/OTS) - "Nur ernsthafte Lösungen für die Zukunft bringen uns in der Pflegediskussion weiter", erklärt Sozialministerin Ursula Haubner. Die Pflegesituation in Österreich und ihre Entwicklung ist allen Verantwortlichen bekannt, es wurden auch bereits wesentliche Weichen gestellt wie zB die Erhöhung des Pflegegeldes und die günstige Pensionsversicherung für pflegende Angehörige und die Anerkennung der Pflege als Schwerarbeit. Das System mit den klaren Verantwortungsbereichen zwischen Bund mit dem Pflegegeld und den Ländern mit den Pflegebetten und mobilen Pflegediensten ist bewährt und wird auch gemeinsam in einem Pflegeplan erarbeitet und angepasst. Offen ist für Ursula Haubner der Umgang mit privaten Pflegedienstleistern, hier sieht Haubner den größten Handlungsbedarf. "Nicht den Schwarzmarkt legalisieren, sondern den Pflegearbeitsmarkt vorübergehend integrieren, sozialrechtlich und qualitativ absichern und parallel schleunigst mit einem Pflegeberufmodell auch den Österreicher/innen neue Berufschancen bieten", ist für Ursula Haubner der wichtigste Schritt.

Die mobilen Dienste zur Unterstützung der Pflege daheim sind stark nachgefragt und allein von 1999 bis 2004 um 17,4 % angestiegen, ebenso ist die Beschäftigtenzahl im Altenbereich zwischen 1999 und 2003 um ein Fünftel angestiegen. Ursula Haubner: "Wir brauchen den neuen Pflegeberuf dringend, es geht auch um selbstständige Pfleger/innen, die neben der Pflege ihrer eigenen Angehörigen auch darüber hinaus noch eine Pflege übernehmen könnten und wollen. Es ist schon klar, dass es sich hier nicht um die obersten Pflegestufen handeln kann, deshalb sollte es neben den ausgesprochenen Spezialist/innen auch genau definierte Altenpflegeberufe geben, die einem klaren Berufsbild folgen." Das zweite große Handlungsfeld der Pflegevorsorge sieht Haubner in der Unterstützung der pflegenden Angehörigen, die nach wie vor den weitaus größten Pflegebeitrag in Österreich leisten. Das Pflegescheckmodell bietet sich hier als bestes Angebot an, ebenso werden pflegende Angehörige in Kürze in einer eigenen Plattform eine Stimme für ihre berechtigten Anliegen erhalten.

"Wir arbeiten sehr konsequent an der Zukunftssicherung der Pflegevorsorge in Österreich, auch der im September vorliegende Sozialschutzbericht enthält in einem der Hauptkapitel die nachhaltige Sicherung der Pflegevorsorge und "daran haben immerhin Bund, Länder, Sozialpartner und NGO´s gleichermaßen mitgearbeitet", erklärt Ursula Haubner. Einen wichtigen Partner sieht die Sozialministerin im AMS, das bereits wesentliche Mittel für die Qualifikation in Pflegeberufe investiert, das habe die Bundesregierung schon am 14. September 2005 festgelegt. "Wir streben konkrete Lösungen an, bereits am 29. August wird in einer weiteren Pflegeenquete ganz gezielt die Sicherstellung eines Pflegeangebotes in Österreich thematisiert", schließt Ursula Haubner.

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