Fuhrmann und Mißfelder: Das Erfolgsmodell Österreich für den Arbeitsmarkt

Österreich als wirtschaftliches Vorbild für Deutschland

Wien, 16. August 2006 (ÖVP-PK) JVP-Bundesobfrau Abg.z.NR Silvia Fuhrmann und der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschland Philipp Mißfelder, MdB, nahmen in einer Pressekonferenz gemeinsam zur aktuellen Arbeitsmarktsituation in Österreich und Deutschland Stellung. "Die aktuellen Zahlen zeigen uns deutlich, dass die Maßnahmen der Bundesregierung in Österreich - wie das Programm `Jobs für You(th)`, die Lehrlingsprämie, der `Blum-Bonus` oder die Lehrstellenoffensive im öffentlichen Dienst - gegriffen haben", freute sich Fuhrmann über die neuen Chancen für junge Menschen. Während in Österreich die Jugendarbeitslosigkeit derzeit bei 9,6 Prozent liegt, hält Deutschland bei 13,3 Prozent. ****

"Dennoch legen wir unseren Fokus auf all jene Jugendlichen, die bis jetzt noch keinen Lehr- oder Arbeitsplatz gefunden haben" so Fuhrmann. Sie präsentierte die Forderungen der Jungen ÖVP für mehr Jugendbeschäftigung:

  • Mindestentschädigung für Lehrlinge: In verschiedenen Branchen verdienen Lehrlinge unterschiedlich viel. So verdient beispielsweise ein Lehrling im Baugewerbe bis zu 500 Euro und ein Zahntechnikerlehrling nur 160 Euro. Das ist nicht fair und gerecht. Daher fordern wir eine Mindestentschädigung für Lehrlinge, die bei 400 Euro liegen kann.
  • Neue Ausbildungsverbünde: 70 Prozent aller Lehrlinge werden in kleinen Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern ausgebildet. Auf der anderen Seite werden die Berufsbilder immer komplexer und anspruchsvoller. Daher macht es Sinn, neue Ausbildungsverbünde in allen Bundesländern aufzubauen.
  • Modularisierung der Lehre: Wir wollen die duale Ausbildung beibehalten aber flexibilisieren. Die Bundesregierung hat mit dem bereits beschlossenen Konzept der Modularisierung der Lehre die Grundlage für eine weitere Flexibilisierung und Hebung der Attraktivität der Lehre geschaffen. Jetzt gilt es, dieses Konzept auch umzusetzen.
  • Moderne Lehrlingsschutzbestimmungen: Veraltete und unflexible Lehrlingsschutzbestimmungen sind für viele Unternehmen ein Hindernis Lehrlinge aufzunehmen. Wir fordern, dass die Sozialpartner die Lehrlingsschutzbestimmungen kritisch hinterfragen. Denn allzu gut gemeinte Bestimmungen, durch die eine berufsnahe Lehrlingsausbildung erheblich erschwert wird, verkehren sich ins Gegenteil. So viel Freiheit wie möglich aber so viel Schutz wie nötig, soll dabei das Motto sein.

In Österreich sind alleine im letzten Jahr 35.843 neue Jobs geschaffen worden. Das heißt, dass pro Tag fast 100 neue Jobs entstanden sind. Philipp Mißfelder sieht darin den Erfolg der gesetzten Maßnahmen in Österreich und lobt den erfolgreichen Reformkurs unter Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: "Österreich ist mit seiner Arbeitsmarktpolitik ein Vorbild für Deutschland." Die neue deutsche Regierung habe nach Rot-Grün ein schweres Erbe angetreten: "Mit Angela Merkel haben wir allerdings bereits erste Maßnahmen gesetzt und eine Erholung am Arbeitsmarkt ist erkennbar."

Fuhrmann und Mißfelder abschließend: "Österreich ist ein Musterbeispiel an Reformpolitik. Als Junge ÖVP und Junge Union Deutschland werden wir weiter eng zusammenarbeiten - im Interesse der Chancen für Jugendliche am Arbeitsmarkt."

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Junge ÖVP, Bernadett Thaler, Tel.: (01) 40126-
616, http://www.junge.oevp.at

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