ÖAMTC: Unfallrisiko durch Telefonieren am Steuer viermal so hoch

Verkehrspsychologin warnt, schon eine kurze Ablenkung kann zur Katastrophe führen

Wien (OTS) - Der ÖAMTC hat bei 1.000 Autofahrern nachgefragt, welche Tätigkeiten beim Autofahren sie als besonders gefährlich einschätzen. "An der Spitze der Nennungen steht mit 33 Prozent das Telefon. Dazu zählen Telefonieren mit oder ohne Freisprecheinrichtung und auch SMS schreiben", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass ablenkende Tätigkeiten generell ein großes Sicherheitsproblem beim Fahren sind. Im Gegensatz dazu fühlten sich 37 Prozent schon "oft" durch andere Autofahrer gefährdet, die offensichtlich hinter dem Steuer nicht bei der Sache waren.

Internationalen Untersuchungen zufolge haben Handytelefonierer am Steuer ein etwa viermal höheres Unfallrisiko. "Aber auch mit einer Freisprecheinrichtung birgt das Telefonieren am Steuer Gefahren, besonders bei komplexen oder emotionalen Gesprächen. Die menschliche Aufnahme- und Verarbeitungskapazität ist beschränkt. Fatal wird es, wenn die Aufmerksamkeit nicht mehr dem Straßenverkehr sondern dem Telefon gilt", so Donosa.

Handytelefonierer fallen besonders durch ihre "unrunde" Fahrweise auf. Sie halten zu geringen Abstand zum Vordermann, vergessen auf das Blinken beim Abbiegen oder Spurwechseln, beachten andere Verkehrsteilnehmer und Lichtsignale weniger und fahren für andere unberechenbar. "Für vier von zehn Autofahrern zählen solche Erlebnisse bereits zu ihrem Erfahrungsschatz. 42 Prozent der Befragten gaben an, dass sie schon einmal in eine brenzlige Situation gekommen sind, weil sie abgelenkt waren", erklärt die ÖAMTC-Expertin.

"Das Wissen um die Gefahr alleine reicht nicht. Es muss auch danach gehandelt werden. Und da besteht noch großer Aufholbedarf", sagt Donosa. Zu viele Autofahrer glauben eh alles im Griff zu haben, weil ja noch nie etwas passiert ist. Verkehrssituationen können sich aber blitzschnell ändern.

Der Appell der Verkehrspsychologin: Im Auto gilt es, jegliche Ablenkungen zu vermeiden. Während der Fahrt am besten auf Telefonate verzichten und Anrufe auf die Mobilbox umleiten. Für dringende, anspruchsvolle Gespräche an sicherer Stelle halten und in Ruhe telefonieren. Abschließend erinnert die ÖAMTC-Verkehrspsychologin noch daran, dass das Benutzen von Handys an der Tankstelle aus Sicherheitsgründen verboten ist.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Margret Handler
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001