Glawischnig zu ORF: Dreistester Einfärbungsversuch der ÖVP in Schüssel-Ära

Grüne: Frauenfeindlichkeit für Schüssel, Molterer und Rauch-Kallat kein Hindernis für ORF-Spitzenjob

Wien (OTS) - "In zwei Tagen fällt die Entscheidung, ob der dreisteste Einfärbungsversuch der ÖVP - ohne Rücksicht auf das Unternehmen ORF - in der Amtszeit von Kanzler Wolfgang Schüssel vollstreckt wird oder nicht", sieht die stv. Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, der Wahl der ORF-Geschäftsführung mit Spannung entgegen. "Bereits in der Hochschülerschaft, dem Hauptverband oder der Polizei hat die ÖVP versucht, wichtige Institutionen schwarz einzufärben. Doch der ORF stellt alle bisherigen Beispiele des ÖVP-Machtmissbrauchs in den Schatten. Schüssel und ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer haben klargestellt, wer an die ORF-Spitze zu gelangen hat: Parteigünstlinge, die die Interessen der ÖVP im ORF wahrzunehmen haben. Frauenfeindlichkeit ist dabei für Schüssel, Molterer und Frauenministerin Maria Rauch-Kallat - die seit Wochen aus Parteiräson zu den skandalösen Zuständen im ORF schweigt und Frauen im Regen stehen lässt - kein Hindernis für einen ORF-Spitzenjob, im Gegenteil. Offenbar sind frauenfeindliche Einschüchterungsversuche für sie ein Qualifikationskriterium. Österreichs Frauen werden die weitere Entwicklung im ORF und den schwarzen Einfärbungsversuch der ÖVP jedenfalls mit Interesse registrieren", so Glawischnig.

Nach Ansicht Glawischnigs bringt die ORF-Wahl eine Grundsatzentscheidung. "Bekommt der ORF eine von allen Parteien unabhängige Führung oder kommen jene zum Zug, die den ORF ruinieren und ihn zu einem Verlautbarungsorgan der Schüssel-ÖVP machen wollen? Geht es nach Schüssel und Molterer, erübrigt sich die Wahl durch den ORF-Stiftungsrat, weil sie längst bestimmt haben, welche Personen für die ORF-Führung geeignet sind und welche nicht. Tatsächlich wird diese Entscheidung aber vom Stiftungsrat getroffen, der in der Vergangenheit bereits mehrfach den Allmachts-Phantasien der ÖVP eine Absage erteilt hat", so Glawischnig.

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