Gründertätigkeit bleibt auf Rekordhoch

Leitl: 16.000 Neugründungen im ersten Halbjahr, Frauenanteil legt zu - WKÖ-Gründer-Service hilft erfolgreich bei Neugründung

Wien (PWK520) - Eine positive Meldung aus der Geburtenstation des österreichischen Gründer-Service verkündet der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl: "Es besteht eine ungebrochene Bereitschaft unter den Österreicherinnen und Österreichern sich selbständig zu machen. Das zeigt die Halbjahresbilanz bei den Unternehmensneugründungen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurden 15.917 Unternehmen neu gegründet. Ich gehe davon aus, dass wir im Gesamtjahr in etwa das Rekordergebnis von 2005 mit 31.000 Neugründungen erreichen werden und sich der Gründerboom fortsetzen wird."

Auch die Bilanz der letzten zehn Jahre ist mehr als positiv: 1995 wurden 14.161 Unternehmen gegründet, 2005 waren es 31.001 - eine Steigerung von 118,9%. Es zeige sich, dass sich Instrumente wie das Neugründungsförderungsgesetz (NEUFÖG) und dessen Novellierung durch die Regierung sowie das Gründer-Service der Wirtschaftskammern, die ausgezeichnete Arbeit leisten, positiv auswirken, so Leitl. "Solange von unten so viele Unternehmen nachwachsen, ist für den Wirtschaftsstandort Österreich keine Bange angesagt. Wir müssen aber dem Nachwuchs eine besondere Unterstützung angedeihen lassen."

Erfreulich sei auch, dass der Frauenanteil bei Unternehmensgründungen stetig im Steigen begriffen ist. Im ersten Halbjahr 2006 lag der Frauenanteil bei 36,4% gegenüber 35,7% 2005. Die meisten Unternehmen werden von Personen zwischen 30 und 40 Jahren gegründet (4.588 im ersten Halbjahr 2006), gefolgt von 20- bis 30-jährigen (3.469) und 40- bis 50-jährigen (3.207). Die Verteilung der Unternehmensneugründungen auf Branchen gliedert sich wie folgt:
Gewerbe und Handwerk (32,4%), Handel (29,6%), Information und Consulting (22,7%), Tourismus und Freizeitwirtschaft (9,8%), Transport und Verkehr (4,4%), Industrie (1,1%). 28% der Neugründungen von 2005 gehen in Wien über die Bühne, gefolgt von Niederösterreich (19,4%), Oberösterreich (14,7%), der Steiermark (13%) und Tirol (6,8%).

Trotz positiver Motivation wechseln weiterhin viele Gründer mit ungenügender Vorbereitung und Planung in die Selbstständigkeit. Einer WKÖ-Studie zufolge gründen beispielsweise 48,4% der Gründer ohne Business-Plan. Leitl: "Hier setzt unser Gründer-Service an, das Unternehmer in allen Bundesländern während der Gründungsphase unterstützt, indem es möglichst umfassend über die Tücken einer Unternehmensgründung informiert. Erfreulicherweise suchen mittlerweile auch 93,3% der Gründer Hilfe und Rat beim Gründer-Service." Dieses ist damit Anlaufstelle Nr.1 für alle neuen Unternehmer in ganz Österreich. Die Studie belegt außerdem, dass 74,5% der Gründer aus heutiger Sicht auf alle Fälle wieder gründen würden und ihren Schritt nicht bereut haben. Als erster Check für die Unternehmensgründung dient die gratis erhältliche Business Plan Software "Plan4You Easy" (erhältlich unter www.gruenderservice.at). In den vergangenen zwei Jahren wurde dieses elektronische Planungsinstrument mehr als 20.000 Mal genutzt und ist für viele Neugründer eine wichtige Planungshilfe bei der Gründung ihres Unternehmens. (BS)

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