Moser zu ÖBB-Chef Huber: "Frontalangriff auf die Pressefreiheit"

Wien (SK) - "ÖBB-Chef Huber streicht vier Zeitungen die Inserate und will damit offenbar kritische Berichterstattung von Qualitätsmedien unterbinden", so SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser zu dem jüngsten Handlungen des ÖBB-Chefs: "Nach dem Demokratieverbot für hochrangige ÖBB-Mitarbeiter ist die jetzige Maßnahme des ÖVP-nahen ÖBB-Chefs ein Frontalangriff auf das Grundrecht Pressefreiheit und ein Versuch der Einschüchterung nach Berlusconi-Vorbild. Der nächste Schritt ist sicher eine Management-Info an die Mitarbeiter, welche Medien sie konsumieren dürfen und ein Aushang in den ÖBB-Zügen, welche Medien die Fahrgäste ins Abteil mitnehmen dürfen", sagte Moser am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Für Moser liefert Huber damit ein Sittenbild, das einen Einblick in den autoritären Führungsstil Hubers gibt: "Sich und seinen Freunden schanzt er Aufträge zu und der vierten Gewalt will er gleichzeitig den Mund verbieten." Bedenklich sind für Moser neben den jüngsten Aussagen des ÖBB-Vorstands dessen Management-Qualitäten: "Es ist mir unverständlich, dass Huber über die Medien ständig Arbeitsplatz-Vernichtung kommuniziert und das als unternehmenspolitischen Erfolg verkauft. Dadurch wird im größten Unternehmen Österreichs nur Unsicherheit geschürt und das Engagement der Belegschaft untergraben, die aber für eine gedeihliche Entwicklung notwendig sind. Aufgabe eines Unternehmens ist es zu wachsen, anstatt zu destabilisieren. Hier sind bei der ÖBB-Führung große Mängel zu beobachten."

Vor diesem Hintergrund fragt Moser, wie lange sich die Eigentümer-Vertreter Wolfgang Schüssel und Helmut Kukacka das ÖBB-Demokratieverbot und das Hineintragen von Unsicherheit in die ÖBB noch gefallen lassen. "Oder geschieht das alles im Sinne von Wolfgang Schüssel?" (Schluss) sk

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