KPÖ protestiert gegen 5%-ige Mieterhöhung

Wien (OTS) - Mit der Kundmachung Nr. 296 der Bundesministerin für Justiz vom 9. August tritt per 1. Oktober 2006 eine weitere 5%-ige Mieterhöhung sämtlicher Kategoriemietzinse in Kraft. Josef Iraschko, Mietrechtsexperte der KPÖ-Wien und Bezirksrat in der Leopoldstadt:
"Ein wirklich tolles Wahltagsgeschenk. Ausserdem werden die Verwaltungskosten im Rahmen der Betriebskosten ebenfalls um 5 % erhöht."

Iraschko betont, dass die KPÖ die Koppelung der Mieten an den Index schon immer kritisiert und die Aufhebung der entsprechenden Paragrafen im Wohnrecht gefordert hat. Melina Klaus, Spitzenkandidatin der KPÖ bei der NR-Wahl in Wien ergänzt: "Es gibt für diese Bindung der Mieten an den Index keine logische Begründung, außer dass sie der Wertsteigerung und ungerechtfertigen Mehreinnahmen zu Gunsten der Hauseigentümer und Verwaltungen dient."

Die KPÖ fordert die kommunalen Wohnbaugesellschaften, insbesondere Wiener Wohnen, die über den größten Bestand an Kategoriemietzins-Wohnungen verfügen, auf, auf diese als "Wertanpassung" bezeichnete Mieterhöhung zu verzichten. "Vor allem die Gemeinde Wien sollte ihren Sonntagsreden endlich einmal auch Taten folgen lassen, hier wäre eine große Möglichkeit, zu beweisen, dass Wien tatsächlich anders ist", so Iraschko.

Klaus betont zudem die volkswirtschaftlichen Auswirkungen dieser Mieterhöhung. "Nicht nur, dass die betroffenen Mieterinnen und Mieter zur Kasse gebeten werden, es wird der Wirtschaft Kaufkraft entzogen. Ich meine, der ÖGB wäre gut beraten, diese Erhöhung der Mieten in die künftigen Lohnverhandlungen einfließen zu lassen."

Rückfragen & Kontakt:

KPÖ
Tel.: 0676/69 69 002
bundesvorstand@kpoe.at
http://www.kpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKP0001