ÖAMTC: Tempo 100 - Attacke gegen Pkw-Verkehr löst Probleme nicht

Verordnung nur eine Scheinmaßnahme - Verkehr ist nicht Hauptverursacher der Umweltbelastung

Wien (OTS) - "Autofahrer werden scheinbar als einfache Opfer gesehen, anders kann man sich diese einseitigen Attacken unter dem Deckmantel 'Umweltschutz' nicht erklären", sagt Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Aktuelle Studien belegen, dass der Pkw-Verkehr lediglich vier bis fünf Prozent an den Gesamt-Schadstoffimmissionen verursacht. Die Feinstaub-Emissionen aus dem Straßenverkehr sinken konstant, obwohl der Bestand an Diesel-Pkw in den vergangenen sechs Jahren von rund 1,3 Millionen auf über zwei Millionen angestiegen ist. Bereits rund ein Drittel der Neuwagen über 80 kW fährt mit Partikelfilter.

Die geplante Tempobeschränkung wird Schadstoffreduktionen - wenn überhaupt - nur im Promillebereich bringen, noch dazu weil Lkw davon nicht betroffen sind. Sollte sich durch diese Maßnahme die Verkehrsdichte erhöhen und Staus entstehen, könnten die Werte sogar ansteigen. "Und das kann nicht Sinn und Zweck eines dreispurigen Autobahnausbaus sein", betont Rohracher. Anstatt sachlich ungerechtfertige Maßnahmen zu setzen, sollte man viel mehr eine Erneuerung der Fuhrparks forcieren, die Nachrüstung alter Dieselfahrzeuge fördern und verstärkt Abgaskontrollen durchführen, um die echten "Stinker" aus dem Verkehr zu ziehen.

"Der ÖAMTC erwartet, dass nach einer seriösen Prüfung der Umweltsituation (Anm. mehrere Messstellen, aktuelle Messwerte und detaillierte Analyse der Schadstoffherkunft), die Maßnahme noch vor In-Kraft-Treten zurückgenommen sind", sagt Rohracher abschließend.

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