VP-Korosec: Pflegestrukturen in Wien nicht mehr zeitgemäß

Bedürfnis der Betroffenen nach individueller Pflege muss nachgekommen werden

Wien (VP-Klub) - "Veraltete sozialistische Verwahrungsstrukturen kosten nun einmal viel Geld. Daher ist das Argument, Wien gäbe mehr Geld für den Pflegebereich aus, als alle anderen Bundesländer, nicht wirklich aussagekräftig", betont die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, in Reaktion auf diesbezügliche Aussagen Edlingers. Das Problem im Wiener Pflegebereich liege vor allem in der Art der Pflegeleistungen.

Dem Bedürfnis der Betroffenen nach individueller Pflege können große Bettenburgen veralteter Unterbringungsqualität, wie sie in Wien nach wie vor vorhanden sind, nicht nachkommen. "Die Stadt Wien hat ihr Soll an akutgeriatrischen Abteilungen noch immer nicht erfüllt! Es fehlen fast ein Drittel der so notwendigen Betten dort, wo Remobilisierung u.a. durch PhysiotherapeutInnen und ErgotherapeutInnen erfolgen sollte", kritisiert Korosec.

Ein Drittel der Pflegeheimbewohner könnte mit entsprechenden kleinen Hilfen zu Hause wohnen - trotzt immer wiederkehrender Ankündigungen von Stadträtin Brauner ist diese Hilfe aber in Wien noch immer zu wenig vorhanden. Es müssen Strukturen geschaffen und gepflegt werden, die auf die Anforderungen jedes einzelnen eingehen und seine Würde und Eigenständigkeit wahren. "Geldmassen in ein nicht mehr zeitgemäßes System zu pumpen und sich dann nach alter sozialistisches Tradition dafür zu loben, steht einem so dringend benötigten Ausbau der individuellen Pflege massiv entgegen", betont Korosec abschließend.

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