Wirtschaft begrüßt geplante Verlängerung des "Blum-Bonus"

Leitl betont Wichtigkeit der Kontinuität bei der Förderung von Lehrstellen

Wien (PWK514) - Die am Dienstag im Ministerrat beschlossene Verlängerung der Finanzierung des so genannten "Blum-Bonuns", der Aktion zur Förderung zusätzlicher Lehrstellen durch das AMS bis Mitte 2007, wird von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßt. "Wie stehen hinter jeder Maßnahme, die die Zahl der Lehrstellen steigert und die Lehrstellenlücke schließt", sagt WKÖ-Präsident Christoph Leitl. "Positiv ist vor allem, dass durch Maßnahmen wie den "Blum-Bonus" die Lehrstellenlücke innerhalb eines Jahres um fast 20% zurückgegangen ist und die Zahl der Lehrbetriebe zugenommen hat." Der nach dem Regierungsbeauftragten für Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung Egon Blum benannte "Blum-Bonus" wurde im ersten Jahr der Aktion bislang in 13.389 Fällen genehmigt. Gefördert werden zusätzliche Lehrstellen mit 400 Euro pro Monat im ersten Lehrjahr, 200 Euro im zweiten und 100 Euro im dritten Lehrjahr.

Leitl: "Wir wollen alles tun, um Lehrstellensuchenden die Unterstützung für ihre Zukunft zu gewährleisten, weil sie auch die Zukunft Österreichs sind." Besonders wichtig sei bei derartigen Maßnahmen auch eine Kontinuität, damit sich die Lehrbetriebe langfristig darauf verlassen und die Jugendlichen nachhaltige Ausbildungschancen erhalten können. "Mit dem ‚Ja’ zur Verlängerung des ‚Blum-Bonus’ durch die Bundesregierung ist diesbezüglich ein wichtiger Schritt gesetzt worden", betont Leitl. Präsident Leitl ist davon überzeugt, dass "die Maßnahmen der Wirtschaft und der Bundesregierung sehr wirkungsvoll sind, um den aktuellen Mangel an Ausbildungsplätzen zu bekämpfen." Die Zahl der Lehrstellen ist bereits wieder gestiegen. Durch die Förderung zusätzlicher Lehrstellen mit dem "Blum-Bonus", die Tätigkeit von mittlerweile bundesweit 17 Lehrstellenakquisiteuren in den Wirtschaftskammern der Bundesländer und weitere Maßnahmen ist es gelungen, den Trend zum Rückgang der Lehrstellen deutlich umzukehren.

Die bundesweite rechnerische Lehrstellenlücke betrug heuer Ende Juli 6.510. Sie hat damit gegenüber Juli 2005 um 1.565, das sind 19,4%, abgenommen. Die Zahl der Lehrstellensuchenden hat gegenüber dem Vorjahr um 56 (0,5 %) abgenommen. Die Zahl der offenen Lehrstellen hat gleichzeitig um 1.509 (57,5 %) zugenommen. Die Zahl der Lehrbetriebe hat Ende Juli im Vergleich zum Juli des Vorjahres entgegen dem bisherigen Trend um knapp 1.000 (2,8 Prozent) zugelegt. Insgesamt gab es im Beobachtungszeitraum 111.722 Lehrlinge in Österreich (+4,4% gegenüber Vorjahresperiode). (BS)

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