Papierindustrie erfüllt höchste europäische Umwelt- und Energiestandards

Österreichische Papierfabriken setzen Maßstäbe auf europäischer Ebene - Integrierter Schutz der Umwelt vorrangiges Ziel

Wien (PWK513) - Österreichs Zellstoff- und Papierfabriken erfüllen höchste europäische Umwelt- und Energiestandards. Sie setzen bei den entsprechenden Technologien des BAT-Referenz-Dokuments nach der IPPC-Richtlinie, welches den Stand der Technik der Branche definiert, wichtige Maßstäbe auf europäischer Ebene. Die beginnende Revision des BAT-Referenz-Dokuments (BREF) für die Papierindustrie (BREF Pulp and Paper) wird die bereits erreichten hohen Standards entsprechend berücksichtigen. Vorrangiges Ziel der Überarbeitung ist die verbesserte europaweite Harmonisierung des integrierten Umweltschutzes unter Berücksichtigung der ökonomischen Machbarkeit. Das sind die wichtigsten Ergebnisse eines mehrtägigen Besuchs von Michael Parth, EU-Experte des European IPPC-Büros in Sevilla, in Österreich. Parth besichtigte auf Einladung von Austropapier, der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, Zellstoff- und Papierfabriken in der Steiermark, in Salzburg und in Oberösterreich.

"Ziel des nun angelaufenen Review-Prozesses ist es, die bei der Erarbeitung des BREF-Dokuments im Jahr 2001 getroffenen Schlussfolgerungen über die besten verfügbaren Techniken für den integrierten Schutz der Umwelt zu evaluieren und gegebenenfalls auf den heutigen Stand zu bringen. Dieser integrierte Ansatz bezieht sich auf alle betroffenen Milieus wie Luft, Wasser, Energie und Abfall unter Berücksichtigung der ökonomischen Machbarkeit", betonte Parth. Die Erstellung des BAT-Referenz-Dokuments basiere auf einem strukturierten Informationsaustausch, der von der EU-Kommission geleitet werde und Experten der Behörden in den Mitgliedsstaaten wie auch der Industrie und von NGOs mit einbeziehe. Das BREF-Dokument baut somit auf einem Konsens der involvierten Parteien auf und dient den zuständigen Behörden als Hilfestellung im Genehmigungsverfahren und den Anlagenbetreibern als Standortbestimmung. "Ohne diesem Prozess vorgreifen zu wollen, kann festgestellt werden, dass die österreichische Zellstoff- und Papierindustrie sichtbare Anstrengungen geleistet hat, den aktuellen Stand der Technik des integrierten Umweltschutzes zu erfüllen", so Parth.

Austropapier und die besuchten Betriebe legten auf große Offenheit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit Wert und informierten Parth über die zunehmende Bedeutung der Anwendung des BREF-Dokuments in Genehmigungsverfahren. Vielfach werden die Beschreibungen des Standes der Technik und die entsprechenden Wertebereiche eins zu eins als Luft- oder Abwassergrenzwerte in Bescheide übernommen, nicht immer wird dabei aber auch die jeweilige lokale Situation berücksichtigt. "Daher war es uns umso wichtiger, nicht nur die Leistungen der Betriebe für den Umweltschutz auf zu zeigen, sondern auch Probleme mit einzelnen Inhalten des BREF-Dokuments anzusprechen", sagte Julia Löwenstein, Umwelt- und Energieexpertin von Austropapier. "Umwelt-und Energiestandards stellen wichtige Benchmarks für die Betriebe dar, sie müssen sich aber an den realen Gegebenheiten vor Ort und nicht an theoretischen Zuständen orientieren. Es wäre falsch, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe durch überzogene Auflagen ohne entsprechende Kosten-Nutzen-Relation zu schwächen." (BS)

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