Darabos: ORF-"Report" stellt ÖVP-Parteiobmann auf eine Stufe mit überparteilichem Bundespräsidenten

ORF lässt einmal mehr Objektivität vermissen

Wien (SK) - "Man kann dem ORF den Vorwurf der Parteilichkeit
einmal mehr nicht ersparen", reagiert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos auf die gestrige Sendung des ORF-"Report". In einem Beitrag sprachen dort der überparteiliche Bundespräsident Heinz Fischer und der ÖVP-Parteiobmann Schüssel über Österreich 2010. "Dass 54 Tage vor der Wahl hier ein Parteipolitiker mit dem von allen Österreicherinnen und Österreichern geschätzten und höchst überparteilich agierenden Präsidenten auf eine Stufe gestellt wird, während kein Oppositionspolitiker zu Wort kommt, ist journalistisch völlig unausgewogen, unobjektiv und leider auch höchst unseriös", so die Kritik des SPÖ-Bundesgeschäftsführers gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Zum wiederholten Mal würde Schüssel eine seinem Amt nicht angemessene Plattform im ORF geboten, erinnerte Darabos an die "Rede zur Lage der Nation" des Jahres 2005, die auf ORF 1 und 2 durchgeschalten worden war. "Eine Handhabung, die aus guten Gründen jahrzehntelang nur für Reden des überparteilichen Bundespräsidenten gestattet wurde", so Darabos. Neben der Quasi-Gleichstellung von Präsident und Kanzler gibt es aber auch inhaltliche Kritik. "Heinz Fischer wird 2010 Präsident sein und sich, wenn er dies möchte, auch bei einer stattfindenden Wiederwahl, höchster Zustimmung der Menschen in Österreich erfreuen. Schüssel wird in 54 Tagen seine politische Pension antreten", betonte Darabos. Dass darüber hinaus kein Oppositionspolitiker seine Vorstellungen für das Österreich des Jahres 2010 präsentieren durfte widerspreche grob den Objektivitätsgeboten des ORF.

"Offensichtlich versuchen sich die schwer angezählten Mück und Lindner ihre Posten jetzt mit besonders regierungsfreundlichen Beiträgen zu sichern. Immerhin ist ja selbst bei ÖVP-nahen Stiftungsräten keine Mehrheit für die Schuldigen an der Informationsmisere mehr zu erwarten", stellte Darabos fest. "Für die beiden soll es nun scheinbar der ÖVP-Obmann richten, und da sind Mück und Lindner alle Mittel recht", kritisierte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer abschließend. (Schluss) js

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