Edlinger zu Pflegebedarf: Vorbild an Wien nehmen!

Wien (SPW) - Der Vizepräsident des Pensionistenverbandes Österreich, BM a.D. Rudolf EDLINGER, empfiehlt, sich am Beispiel Wiens anzusehen, was in der Pflege in Österreich jetzt zu tun wäre. Wien tue im Bereich der Pflege wesentlich mehr als andere Bundesländer und sei in vielen Bereichen der Pflege führend und Vorbild, so Edlinger am Mittwoch.****

Edlinger weist darauf hin, dass Wien wesentlich mehr Geld für die Pflege bereit stelle (jährlich 600 Mio. Euro) als alle anderen Bundesländer. In Wien könnten damit auch wesentlich mehr Menschen legal in Pflegeberufen beschäftigt werden (rund 15.000) als in allen anderen Bundesländern. Ein Drittel aller in ambulanten sozialen Diensten (Heimhilfen, Pflegehelfer usw.) in Österreich legal Beschäftigten arbeite in Wien, so Edlinger, obwohl Wien gemessen an seiner Bevölkerung nicht mehr pflegebedürftige Menschen habe als andere Bundesländer. Wien weise daher auch das beste Betreuungsangebot aller Bundesländer bei der Pflege zu Hause auf.

Wien habe auch die meisten geriatrischen Tageszentren sowie das mit Abstand größte Angebot an Senioren- und Pflegeheimplätzen aller Bundesländer. Und Wien sei das einzige Bundesland mit Spitalsabteilungen in seinen Geriatriezentren (Pflegeheimen). Auch hier spiele eine Rolle, dass Wien finanziell weit mehr für derartige Heimplätze aufwende als andere Bundesländer.

"Mehr Geld ist halt ein entscheidender Punkt, um das Angebot an qualitätsvoller Pflege zu Hause oder in geriatrischen Zentren zu vergrößern, daran führt kein Weg vorbei. Die Politiker der Bundesregierung sollten daher weniger stolz sein auf sinkende Steuerquoten oder Nulldefizite, sondern danach streben, dass in Österreich alle hilfebedürftigen Menschen die lebensnotwendige Pflege bekommen - und zwar auf legale Weise", so Edlinger.

Edlinger unterstützt daher den Vorschlag des Präsidenten des Pensionistenverbandes Karl Blecha, der die rasche Abhaltung einer Pflege-Enquete gefordert hat, wo alle Beteiligten ihr Wissen und ihre Vorschläge für Lösungen einbringen sollten. (Schluss)

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