Prammer: Frauenfeindlichkeit im Mück-ORF war für SPÖ-Frauen immer Thema

Wien (SK) - Die Empörung gegen die Frauenfeindlichkeit von Chefredakteur Werner Mück gegenüber seinen Mitarbeiterinnen sei bei den SPÖ-Frauen noch nie totgeschwiegen worden, betonten die SPÖ-Frauen am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die SPÖ-Frauen hätten umgehend nach bekannt werden seiner erschütternden Frauenfeindlichkeit und seiner Einschüchterungsversuche gegenüber ORF-Mitarbeiterinnen reagiert. Die unerhörte Haltung Mücks gegenüber Frauen, die sich selbst im Programm widerspiegelt, wurde aufgezeigt. "Mit Frauen wird beim staatlichen Fernsehsender immer wieder herabwürdigend umgegangen", betonte die Zweite Präsidentin des Nationalrates, SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer. Prammer habe dies auch mehrmals gegenüber den Verantwortlichen im ORF, ganz besonders gegenüber Generaldirektorin Monika Linder, angeprangert und sie aufgefordert das sofort abzustellen und künftig zu verhindern. ****

"Der ORF ist Meinungsbildner und Multiplikator. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass die ORF-Führung auf ihre leitenden Mitarbeiter dahingehend einwirkt, mit allen Mitarbeiterinnen und Zuseherinnen respektvoll umzugehen", sagte Prammer. "Diskriminierung muss dienstrechtliche Konsequenzen haben." Die zukünftige Geschäftsführung des ORF sei dringend aufgefordert, Diskriminierung in jeder Form abzustellen. "Das gilt auch für die Erstellung und effektive Umsetzung eines Gleichstellungsförderplanes, der Frauen in ihrer Karriere so lange intensiv unterstützt bis sie tatsächlich gleichgestellt sind", so Prammer.

Der ORF als öffentlich rechtliches Medium habe hier als Vorbild zu wirken, ganz besonders was die inneren Strukturen und seine Repräsentation nach außen betrifft. "Dass das zumindest in der Zukunft funktioniert, muss mit der neuen ORF-Führung sichergestellt werden", fordert Prammer und meinte abschließend, die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten eindeutig gezeigt, dass das mit Werner Mück, egal in welcher Position, nicht funktioniert - und daraus müssten die Konsequenzen gezogen werden. (Schluss) up

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