Neue ÖVP-Machtdemonstration gegen Lehrerin

Winterauer: Wie lange wird schwarze Parteienwillkür von den Grünen mitgetragen?

Linz (OTS) - Die ÖVP ist derzeit dabei, sich endgültig den Machtzugriff auf den gesamten Schul- und Bildungsbereich zu sichern. Die skandalöse Ausbootung des bisherigen Direktors der Pädagogischen Akademie des Bundes, dem ein ÖVP-Mann als Rektor vor die Nase gesetzt werden soll, ist der bisherige Höhepunkt. Ein weiteres Musterbeispiel für die ungehemmte ÖVP-Machtpolitik ist das Vorgehen von VP-Landesrat Hiesl gegen eine Lehrerin an der Linzer HBLA für Gestaltung, der jetzt im Nachrichtenmagazin profil aufgezeigt wird. Die streitbare Frau wird wegen eines persönlichen Anliegens von Hiesl in ihrer beruflichen Existenz bedroht. "Das zeigt, dass die ÖVP-Politiker im Land endgültig den Bezug zu den Menschen verloren haben und gegen jede "Majestätsbeleidigung" mit Machtdemonstrationen vorgehen", zeigt SPÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Reinhard Winterauer auf.

Die studierte und mehrfach ausgezeichnete Architektin hatte Hiesl im heurigen Frühjahr einen Brief geschrieben, in dem sie gegen ein Bauprojekt und gegen Hiesl selbst in zugegeben mehr als rüdem Ton wettert, wie profil in der Ausgabe vom 7. August berichtet. Hiesl klagte aber nicht wegen Ehrenbeleidigung, was sein gutes Recht gewesen wäre. Im Retourbrief setzt sich Hiesl inhaltlich mit der Frau nicht auseinander. Dafür beweifelt er ihre Eignung als Lehrerin und Vorbild für die jungen Menschen. Nicht genug: Die Lehrerin wurde vom oö. Landesschulrat vorgeladen, ihr wurde außerschulisches Fehlverhalten vorgeworfen und eine dienstliche Verwarnung erteilt. In ihrem Personalakt bleibt ihr die dabei ausgesprochene "offizielle Ermahnung" ihr gesamtes Berufsleben erhalten.

Winterauer: "Das ist die ÖVP-Willkür im Land, die demokratiepolitisch immer bedenklicher wird. Wir dürfen gespannt sein, wie lange dieses Machtstreben von den Grünen im Land noch unterstützt und mitgetragen wird".

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