Jank: Lehre hat wieder Konjunktur - 2,5 Prozent mehr Lehreinsteiger als 2005

Insgesamt 3. 376 neue Lehrverträge im ersten Halbjahr 2006 - 615 Betriebe bilden heuer zusätzlich Lehrlinge in Wien aus

Wien (OTS) - Wien, 09.08.2006 "Nicht nur die Wiener Wirtschaft,
auch die Lehre hat wieder Konjunktur", kommentierte heute die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien Brigitte Jank, die Auswertung der neuesten Lehrstellenstatistik für Wien. Insgesamt 3.376 junge Menschen haben im ersten Halbjahr 2006 neu eine Lehre in Wien begonnen, ein erfreuliches Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitrum 2005. Insgesamt waren im Vorjahr 16.202 Lehrlinge in Wiener Betrieben in Ausbildung. "Das positive Konjunkturwachstum spiegelt sich nun auch am Lehrstellensektor wider. Das ist ein nachhaltiges Signal für den starken Wirtschaftsstandort Wien und weiteres Wachstum", betonte Jank. ****

Erfreut zeigt sich die Präsidentin über die gestern im Ministerrat beschlossene Weiterführung des "Blum Bonus" bis zum Ende des nächsten Schuljahres: "Für die Wiener Unternehmer ist das ein positives Signal von Seiten der Regierung und ein wichtiger Beitrag zur Fortsetzung des Aufwärtstrends am Wiener Lehrstellenmarkt", ist Jank überzeugt. 2.007 "Blum Bonus"-Förderanträge wurden bis zum 31. Juli 2006 in Wien bereits genehmigt.

Eine hundertprozentige Steigerung gegenüber 2005 und damit einen Rekordwert vermeldete das AMS bei den sofort verfügbaren, offen gemeldeten Stellen im Juli. Waren im Vorjahr nur 289 Ausbildungsplätze sofort verfügbar, kommen heuer auf gesamt 1.399 offen gemeldete Stellen 578 sofort zu besetzende. Die meisten offenen Lehrstellen gibt es dabei in den Branchen Handel und Verkauf, gefolgt von Metall- und Elektroberufen und Berufen im Fremdenverkehr. Mehr Nachfrage als Angebot gibt es bei den bekannten "Klassikern" Bürokauffrau, Friseurin und KFZ-Techniker, erklärte Jank.

Das ungebrochene Interesse der heimischen Wirtschaft an der Lehrlingsausbildung zeigt sich auch an den 615 neuen Betrieben, die sich bis 31. Juli 2006 entschlossen haben, junge Menschen in Ausbildung zu nehmen. Für Präsidentin Jank "ein deutliches Zeichen dafür, dass die Wiener UnternehmerInnen und Unternehmen die gesellschaftliche Verantwortung gegenüber der Jugend vorbildlich wahrnehmen".

"Für die Wirtschaft Wiens sind gut ausgebildete Fachkräfte ein wichtiger Standortfaktor. Denn sowohl ausländische Investoren als auch bereits etablierte, heimische Betriebe sehen darin ihr wichtigstes Kapital", so Jank. Die Wirtschaftskammer Wien sieht die Sicherung des Fachkräftenachwuchses auch als eine zentrale Aufgabe an und bietet ein breit angelegtes Maßnahmenpaket für ihre Mitglieder. So wurde bereits im Vorjahr die Zahl der Lehrstellenberater der Wirtschaftskammer Wien aufgestockt und damit die Informationsarbeit in den Wiener Betrieben wesentlich erweitert. Mit 614 besuchten Betrieben sowie 165 Lehrstellenzusagen bis 31. Juli 2006 zeigt diese Maßnahme bereits eindeutige Erfolge.

Sehr positiv aufgenommen wird auch die von AMS und Wirtschaftskammer Wien eingerichtete Lehrstellenbörse, die einen Überblick über offene Lehrplätze bietet. Weitere Angebote der Wirtschaftskammer Wien umfassen die Lehrlings-Vorauswahlen für Betriebe bzw. die kostenlosen Lehrlings-Eignungstests im BIWI (Berufsinformationszentrum), eine kostenlose Lernhilfe der Wirtschaftskammer Wien, sowie die im Herbst 2005 gegründeten Ausbilder-Akademie, mit der die Qualitätssicherung der Ausbildung weiter forciert wird.

"Diese Maßnahmen zur Förderung der Lehrlingsausbildung sind für die Wiener Wirtschaft von höchster Notwendigkeit, denn Bildungsmaßnahmen von heute sind der Schlüssel zu unternehmerischem Erfolg und Wirtschaftswachstum von morgen," schloss Jank.

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