ARBÖ: Regen + Regen + Regen ergibt erhöhte Aquaplaning-Gefahr

Wien (OTS) - Der Regen macht die nächsten Tage leider noch immer Österreich-Urlaub. Das Zuviel an Feuchtigkeit erhöht auf etlichen Straßen die Aquaplaning-Gefahr. Dabei wird unterschätzt, dass Schleudergefahr schon bei relativ geringer Geschwindigkeit entsteht, warnt der ARBÖ.

Untrügliche Aquaplaning-Alarmsignale sind:

  • Die Spur des vorausfahrenden Fahrzeuges verschwindet schnell wieder
  • dies ist ein Zeichen, dass bereits ein dicker Wasserfilm die Fahrbahn bedeckt.
  • Starke Wasserschleierbildung des vorausfahrenden Wagens sowie die auffällige Leichtgängigkeit der Lenkung. Hinzu kommt, dass durch die Verringerung der Sichtweite Spurrillen oder Hindernisse erst später wahrgenommen werden.
  • Auch im Stadtgebiet gibt es "versteckte" Aquaplaning-Gefahren - wie zum Beispiel Straßenbahnschienen.

Auf Aquaplaning-Vorboten rasch reagieren

Um einen Unfall zu vermeiden, muss auf Aquaplaning-Vorboten rasch reagiert werden. Allerdings agieren Autofahrer bei regnerischen Fahrbedingungen extrem unterschiedlich: Mancher Autolenker ist unsicher, ängstlich und fährt dadurch dem voranfahrenden Fahrzeug zu knapp auf. Anderen fehlt wiederum gänzlich das Gefahrenbewusstsein -Aquaplaning sowie Bremswege werden unterschätzt - man möchte der unangenehmen Fahrsituation möglichst rasch entkommen und ist deshalb mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs, so der ARBÖ.

Setzt Regen ein, sollte das Fahrtempo sofort reduziert und der Sicherheitsabstand zum Vordermann vergrößert werden. Gerät das Fahrzeug durch Aquaplaning ins Schleudern, so ist es wichtig, nicht zu bremsen, denn unkontrollierte Fahrzeugbewegungen sind dadurch nahezu unvermeidbar. Lenkbewegungen vermeiden, denn sobald der Reifen wieder auf griffige Fahrbahn kommt, nimmt das Fahrzeug sofort diese Richtung ein und kann nur mehr schwer manövriert werden. Das Lenkrad sollte deshalb möglichst gerade halten, es sollte ausgekuppelt und -beim Automatikgetriebe - vom Gas weggegangen werden, rät der ARBÖ.

Leichtes Spiel bei Reifen mit Profiltiefe unter 3 mm

Aquaplaning hat bei Reifen mit einer Profiltiefe unter 3 mm besonders leichtes Spiel, denn das Fahrzeug hat auf regennasser Fahrbahn schon unter bestimmten Voraussetzungen bereits bei 50 km/h keine sichere Bodenhaftung mehr. Bei Tempo 90 besteht auch für tadellose Reifen Aquaplaninggefahr, sobald die Wassertiefe auf der Fahrbahn nur einige Millimeter beträgt.

Übrigens: In speziellen Fahrtechnikkursen können auf dem Gelände der ARBÖ-Trainings-Zentren (Wien-Aspern, Ludersdorf / Steiermark, Straßwalchen / Salzburg sowie Arnoldstein / Kärnten) das Fahrverhalten bei extremen Witterungsbedingungen trainiert werden. Mehr Informationen dazu unter www.fahrsicherheitszentren.at.

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