Illegale Pflege: Jetzt ist politische Verantwortung gefragt!

ÖZIV fordert Lösungen, die sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientieren.

Wien (OTS) - Der ÖZIV weist seit vielen Jahren darauf hin, dass pflegebedürftige Menschen in ihrem Bemühen ein selbstbestimmtes Leben zu führen, nicht in die Illegalität gedrängt werden dürfen.

Deshalb gibt es gegen die Forderung nach einem runden Tisch zum Thema Pflege nichts einzuwenden. Dabei sollte aber bedacht werden, dass es im BMSG (Sozialministerium) bereits einen Arbeitskreis "Pflegevorsorge" gibt, der durchaus wertvolle Erkenntnisse liefert. Auch im Rahmen des Sozial- und Gesundheitsforums, einem beratenden Gremium des Hauptverbandes, wurde das Thema erst im Frühjahr dieses Jahres ausführlich diskutiert.

Diese Ergebnisse werden leider immer wieder ignoriert, weil sie die Bedürfnisse der Betroffenen in den Mittelpunkt stellen. Das wollen viele ganz einfach nicht hören!

"Ich finde es ziemlich betrüblich, dass politisch Verantwortliche das Thema Pflegegeld und Pflegevorsorge ausschließlich in Vorwahlzeiten aus dem Köcher holen, um damit Wählerstimmen zu fangen", stellt Dr. Klaus Voget, Präsident des ÖZIV, fest.

Eine seriöse Diskussion würde bedeuten, den Bedarf und die Ressourcen transparent zu machen. - Abseits von wirtschaftlich angetriebenen Begehrlichkeiten, welche weit jenseits der Bedürfnisse der meisten Betroffenen liegen.

Anstatt pflegebedürftige Menschen und ausländische PflegerInnen zu kriminalisieren, liegt es an den Verantwortlichen von Bund und Ländern für die ausreichende Finanzierung zu sorgen. Es braucht nun verantwortungsbewusste PolitikerInnnen, die die Schwachstellen des österreichischen Sozialsystems nicht ver- sondern aufdecken und die nötigen finanziellen Rahmenbedingungen schaffen, damit pflege- und assistenzbedürftige Menschen ausreichende finanzielle Mittel erhalten, um ihre Pflege bzw. Assistenz legal einkaufen zu können.

ÖZIV-Präsident Dr. Voget: "Ich appelliere eindringlich an alle politisch Verantwortlichen, ihre Verantwortung zumindest in diesem Bereich wahrzunehmen und die Betroffenen nicht mit leeren Versprechungen zu umgarnen. Es wäre nicht die erste Wahl, bei der viel versprochen und wenig gehalten wird!"

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