Glawischnig zu Tempo 100: Hat Schnellfahren für SPÖ Vorrang vor Gesundheitsschutz?

Grüne wollen Klarstellung von SPÖ-Chef Gusenbauer über Linie in der Umweltpolitik

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an den Aussagen des stv. SPÖ-Chefs Erich Haider und der oberösterreichischen SPÖ zur Umweltpolitik und dem heutigen Beschluss für Tempo 100 auf einem Teilabschnitt der Westautobahn übt Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der Grünen. "Die oberösterreichische Landesregierung ist laut bundesgesetzlichen Vorgaben dazu verpflichtet, Maßnahmen zur Reduktion der hohen Schadstoffbelastung im Raum Linz zu setzen", so Glawischnig. "Dass Tempolimits auf Autobahnen eine deutliche und effektive Reduktion bei gesundheitsschädlichem Feinstaub und Stickoxiden bringen ist nachgewiesen", so Glawischnig, die auf Erfahrungen auf der Tauernautobahn und der Innkreisautobahn verweist, wo Tempolimits auf Autobahnabschnitten - übrigens von SPÖ-Landesräten - bereits umgesetzt wurden. Der geplante Tempo 100 Abschnitt auf der A1 auf einer Länge von 13 Kilometern bedeutet übrigens einen Zeitverlust von nicht einmal 2 Minuten. "Das sollte uns die Gesundheit der betroffenen Menschen und vor allem Kinder Wert sein", so Glawischnig.

"Der Kurs der SPÖ in dieser wichtigen umweltpolitischen Frage ist dringend aufklärungsbedürftig. Während der Salzburger SPÖ-Landesrat Othmar Raus und der Tiroler SPÖ-Landesrat Hans Lindenberger auf Autobahnen Tempolimits zur Reduktion der Schadstoffbelastung verhängt haben, wettert SPÖ-OÖ-Chef Haider unter Ignoranz aller umwelt- und gesundheitspolitischen Fakten gegen diese notwendige und vernünftige Maßnahme", kritisiert Glawischnig, die auch auf die von der Wiener SPÖ-Landesrätin Ulli Sima auf Grund der Schadstoffbelastung verhängten Tempo 50 in Wien verweist. "Ich erwarte mir von SPÖ-Chef Gusenbauer eine Klarstellung, welche Linie die SPÖ bei diesem wichtigen umweltpolitischen Thema vertritt und ob Schnellfahren oder Gesundheitsschutz für die SPÖ vorrangig ist", so Glawischnig.

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