VP-Korosec: Geriatrische Assessments sollen "Einbahnstrasse" Pflegeheim verhindern

Akutgeriatrie in Wien muss deutlich ausgebaut werden

Wien (VP-Klub) - "Laut Krankenanstaltenplan müsste es in Wien derzeit 457 Betten in Akutgeriatrischen Abteilungen geben. Faktisch sind aber nur 333 Plätze in Wien vorhanden. Das bedeutet, dass 124 dringend benötigte akutgeriatrische Plätze fehlen", kritisiert die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, die Untätigkeit der zuständigen SP-Gesundheitsstadträtin.

Ziel eines Aufenthalts in der Akutgeriatrie ist die Entlassung nach Hause mit notwendigen mobilen Pflegediensten oder in ein Wohnheim. "Dass viele PatientInnen durch eine erfolgreiche Remobilisation anschließend wieder zu Hause leben können, lässt sich trotz des hohen Durchschnittsalters von 86 Jahren erreichen", betont Korosec. Voraussetzung dafür sei die optimale Ausstattung der Akutgeriatrie mit ÄrztInnen, Pflegepersonal, SozialarbeiterInnen, PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen und PsychologInnen.

"Derzeit gibt es sehr unterschiedliche Möglichkeiten, Menschen nach einem medizinischen Aufenthalt in einem Spital pflegerisch und sozial weiter zu betreuen. Und das hat auch unterschiedliche finanzielle Auswirkungen für die Menschen", so die VP-Gesundheitssprecherin. Bei einem Wechsel in ein Pflegeheim oder in die Kurzzeitpflege in Spitälern fielen die höchsten Kosten für die Betroffenen an. Die Akutgeriatrie werde hingegen vom jeweiligen Sozialversicherungsträger bezahlt. "Daher braucht Wien flächendeckende geriatrische Assessments mit multiprofessionellen Teams. Diese Assessments sollen nach einem Spitalsaufenthalt individuell sinnvolle Lösungen für zu pflegende Personen festlegen und die benötigten Dienste organisieren", fordert Korosec und sieht darin eine Möglichkeit für betroffene ältere Menschen, auch weiterhin möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden verbringen zu können.

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