Krainer kritisiert Start des ersten Blocks in Temelin

Nach drei Störfällen innerhalb von einer Woche absolut unverantwortlich - Wo bleibt Protest von Pröll?

Wien (SK) - Heftige Kritik übte SPÖ-Umweltsprecher Jan Krainer am Neustart des ersten Blocks des tschechischen AKW Temelin. "Es ist absolut unverantwortlich, dass nach drei Störfällen innerhalb von einer Woche dieses höchst unsichere Atomkraftwerk sofort wieder den Betrieb aufnimmt", so Krainer am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die letzten Tage hätten vor Augen geführt, dass die Atomkraft eine Energieform ist, die aufgrund des enormen Sicherheitsrisikos keinerlei Zukunftsperspektiven hat, verwies der SPÖ-Umweltsprecher auf den "Pannenreaktor" Temelin und den schweren Zwischenfall in einem schwedischen AKW. ****

Obwohl klar erwiesen sei, dass von Temelin ein "permanentes Gefährdungspotenzial ausgeht, rührt Umweltminister Pröll keinen Finger", kritisierte der SPÖ-Umweltsprecher. Es stelle sich die Frage, "was noch alles passieren muss, bis endlich etwas passiert", so Krainer. Der SPÖ-Umweltsprecher fordert Minister Pröll auf, entsprechend auf den mehrmaligen Bruch des Melker Abkommens zu reagieren und bei der tschechischen Regierung scharfen Protest gegen die neuerliche Inbetriebnahme von Temelin einzulegen. "Das unerträgliche Schweigen des sonst so redseligen Umweltministers Pröll muss endlich beendet werden", erklärte Krainer abschließend. (Schluss) ps

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001